Sensorik

"Stop the Crash": Fahrzeug-Sicherheitssysteme werden noch zu wenig eingesetzt

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Bosch-Notbremssysteme schützen verletzliche Verkehrsteilnehmer

ESP ist zugleich die Basistechnologie für viele Fahrerassistenzsysteme. Diese unterstützen Autofahrer gezielt, wenn es brenzlig wird – etwa beim Wechseln und Halten der Spur sowie beim Ausweichen oder Bremsen vor einem Hindernis. Auffahrunfälle zählen zu den schlimmsten Kollisionen – insbesondere wenn Passanten oder Radfahrer beteiligt sind. Automatische Notbremssysteme können derartige Kollisionen ganz verhindern oder zumindest die Folgen deutlich abmildern. Erkennt ein Radar- oder Videosensor ein potenzielles Hindernis vor dem Auto, wird die Bremsanlage zunächst auf eine Vollbremsung vorbereitet und der Fahrer gewarnt. Bleibt dessen Reaktion aus, leitet das System eine Teilbremsung ein. Sobald der Fahrer dann auf das Bremspedal tritt, unterstützt ihn das System dabei, den Unfall zu vermeiden. Reagiert der Mensch am Steuer auch auf die Teilbremsung nicht und das System erkennt, dass ein Unfall unvermeidbar ist, leitet es eine Vollbremsung ein. Im Stadtverkehr kann das Notbremssystem von Bosch bis zu einer Geschwindigkeit von rund 40 Stundenkilometer Kollisionen mit einem stehenden Fahrzeug ganz verhindern.

Allein in Deutschland bis zu 72 % weniger Auffahrunfälle möglich

Laut Bosch-Unfallforschung können mit einem automatischen Notbremssystem allein in Deutschland bis zu 72 % aller Auffahrunfälle mit Personenschäden vermieden werden, hätten alle Fahrzeuge ein solches System an Bord. Bosch bietet automatische Notbremssysteme für alle Fahrzeugklassen an. Besonders auf Basis seines Mittelbereichsradarsensors MRR hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen auch eine kostengünstige Lösung für Kompakt- und Kleinwagen im Programm. Insgesamt war 2014 bereits knapp ein Viertel aller neu zugelassenen Personenwagen in Deutschland mit einem Notbremssystem ausgestattet. In den USA verpflichten sich derzeit führende Automobilhersteller, automatische Notbremssysteme serienmäßig in Fahrzeugen anzubieten.

Motorrad-ABS: ein Viertel weniger Unfälle mit Toten und Verletzten

Für die Sicherheit von Motorradfahrern hat Bosch bereits Mitte der 1990er Jahre ein Antiblockiersystem entwickelt. „ABS kann ein Viertel aller Motorradunfälle mit Toten und Verletzten verhindern“, sagt Hoheisel. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile in vielen Ländern eine Gesetzgebung, die dieses Sicherheitssystem vorschreibt. Wie im Auto verhindert ABS auch im Motorrad bei Vollbremsungen ein Blockieren der Räder. Motorradfahrer können daher ohne Angst und mit mehr Kraft bremsen. Die Maschine bleibt stabil und ein Sturz wird vermieden. Bosch bietet für alle Arten von motorisierten Zweirädern passende Lösungen. Neben der Optimierung von Größe und Gewicht liegt der Fokus auf der Reduzierung der Kosten. Dadurch bringt Bosch ABS-Technik in alle Fahrzeugklassen und Märkte. Dazu gehören auch die in Schwellenländern ebenso beliebten wie preissensiblen Kleinmotorrädern mit bis zu 250 Kubikzentimeter Hubraum. (jup)

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