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Klebetechnik kann mechanische Konstruktionen ersetzen
Die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten in Kombination mit einer schnellen, einfachen und kostengünstigen Verarbeitung sind der Grund dafür, dass sich heute Sofortklebstoffe in einer Vielzahl industrieller Anwendungen wiederfinden; etwa bei Klebungen von Gummifüßen an ABS-Gehäuse, von Clips und Schaltern an mobilen Elektronikendgeräten oder flexiblen (Flächen-)Dichtungen auf Stahl. Zudem ersetzt die Klebetechnik in vielen Fällen mechanische Konstruktionen, beispielsweise die mechanische Fixierung von wärmeempfindlichen Materialien wie Schaumstoff mittels Rahmungen. Auf diese Weise lassen sich einerseits einfachere, d.h. sowohl ästhetischere als auch schnellere Konstruktionen realisieren, andererseits können die Herstellungskosten durch Materialeinsparungen zusätzlich optimiert werden.
Klebekraft übertrifft Materialstärke des Werkstoffs
Generell ermöglichen Sofortklebstoffe selbst in kleinsten Klebespalten hochfeste Verbindungen mit sehr guter Alterungsbeständigkeit. Bereits mit sehr geringen Mengen lassen sich Hochleistungsklebungen erzielen, deren Klebekraft vielfach die Materialstärke des Werkstoffs übertrifft.
Die Auswahl des richtigen Klebstofftyps ist entscheidend für das Ergebnis. Loctite bietet dem Anwender deshalb eine große Bandbreite an praxiserprobten Sofortklebstoffen. Während Universalprodukte sich bereits gut für das Kleben unterschiedlicher Materialkombinationen eignen, besitzen die Loctite-Produkte zusätzliche spezifische Produkteigenschaften, wodurch die Einsatzbandbreite maßgeblich erweitert wird. Selbst für schwer verklebbare Kunststoffe wie PP, PE, POM, PTFE oder Silikon stehen leistungsstarke Lösungen zur Verfügung.
Produktkategorien auf Anwendungsbereiche optimiert
Die verschiedenen Produktkategorien sind für die jeweiligen Anwendungsbereiche optimiert: Elastomer-modifizierte Sofortklebstoffe von Loctite bieten beispielsweise eine gute Beständigkeit gegen Schlag- und Stoßbelastung und werden deshalb unter anderem zur Verklebung von Lautsprecherteilen oder der Akku-Gehäuse von Bohrmaschinen eingesetzt. Flexible Produkte halten dagegen Verbiegungen und Verwindungen der geklebten Materialien dauerhaft stand und eignen sich beispielsweise zur Verklebung von Kunststoffüberzügen auf die Metallbügel biegbarer Sonnenbrillen ebenso wie zur Befestigung von Gummiprofilen auf Kühlschranktüren aus lackiertem Blech. Für transparente Bauteile, bei denen ein gutes optisches Erscheinungsbild gefordert ist, empfiehlt sich hingegen der Einsatz von lichthärtenden Sofortklebstoffen. In Sekundenschnelle härten diese durch Bestrahlung mit UV-Licht oder sichtbarem Licht aus. Der Klebstoff bleibt auch nach der Aushärtung klar und transparent.
Ersten spaltfüllenden Sofortklebstoff entwickelt
Deutlich erweitert wurde das Einsatzgebiet im industriellen Herstellungsprozess zuletzt mit dem ersten spaltfüllenden Sofortklebstoff Loctite 3090. Da herkömmliche Cyanacrylate überwiegend dünnflüssig sind, kam diese bislang nur bei passgenauen Verklebungen zum Einsatz. Die mangelnde Fähigkeit hat den Einsatzbereich stark reduziert. Mit Loctite 3090 hat Henkel das Anwendungsspektrum von Sofortklebstoffen nochmals erheblich erweitert; ein bisher unerreichtes Spaltfüllvermögen von bis zu 5 mm ist jetzt möglich. Der neue Sofortklebstoff ist universell für die meisten Werkstoffe verwendbar. Dazu zählen Metall, die meisten Kunststoffe, Gummi ebenso wie Keramik. Selbst poröse Materialien wie Holz, Papier oder Kork können einwandfrei verklebt werden.
Auch das Handling bei der Verarbeitung wurde verbessert: Der transparente Sofortklebstoff in hochviskoser Gelform vereinfacht die Applikation in schwierigen, vertikalen Bereichen – ohne dabei zu tropfen. Die 2-Kammern-Spritzenverpackung sorgt für einen präzisen und sauberen Auftrag. Im Gegensatz zu einkomponentigen Systemen härtet Loctite 3090 nicht durch Oberflächenfeuchtigkeit, sondern einen zusätzlichen Aktivator aus. Beide Komponenten werden im integrierten Statik-Mischer dosiert, sodass der Klebstoff unabhängig von Feuchtigkeit und Temperatur im vorgegebenen Zeitrahmen aushärtet. Zwischen 1,5 und 3 Minuten lässt sich der Klebstoff nach dem Auftrag verarbeiten. Danach ist die Verklebung stark genug für den weiteren Einsatz der verbundenen Substrate. (jus)
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