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Wälzlager SKF will mit intelligenten Lagern die Zustandsüberwachung revolutionieren

| Redakteur: Ute Drescher

Mit SKF Insight integriert SKF intelligente drahtlose Technik in ihre Lager. Damit hat das Unternehmen ein Konzept entwickelt, mit dem Lager fortlaufend ihre Betriebsbedingungen kommunizieren können. Dabei sind die Sensoren und Elektronik zur Datenerfassung autark, d. h., sie versorgen sich selbst mit Strom.

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(Bild: SKF)

„Diese Innovationen werden die Zustandsüberwachung von Lagern revolutionieren, insbesondere in Maschinen von kritischer Bedeutung und technisch anspruchsvollen Anwendungen. Die Technik von SKF Insight macht Zustandsüberwachung für eine größere Zahl von Anwendungen verfügbar, insbesondere dort, wo sie bisher unmöglich oder nicht praktikabel war“, erläutert Tom Johnstone, SKF President und CEO. „Mit unserer integrierten Diagnosetechnik können die Kunden den Lebenszyklus ihrer Maschinen noch besser steuern, was sich in geringeren Gesamtkosten bei höherer Zuverlässigkeit und längerer Maschinenverfügbarkeit niederschlägt.“

Alan Begg, SKF Senior Vice President, Group Technology Development, ergänzt: „Vor drei Jahren hatten wir die Vision, ein autarkes integriertes Sensorpaket zu entwickeln, das jederzeit drahtlos den Lagerzustand kommunizieren kann, so dass das intelligente Lager eine Nachricht sendet, wenn ein besonderer Zustand eintritt. Nach umfangreicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die die Miniaturisierung, den Verzicht auf eine externe Stromversorgung und die besonders kompakte Anordnung von Sensoren und Elektronik umfasste, wird diese Vision nun mit der Einführung der SKF Insight Technik Wirklichkeit. Dass ein Lager nun nicht mehr nur das Herzstück, sondern auch Teil des „Gehirns“ einer Maschine ist, war lange der Traum aller Ingenieure. Ich bin stolz darauf, dass wir bei SKF mit unserer langjährigen Führungsrolle in der technischen Entwicklung dies als erstes Unternehmen umsetzen können.“

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Zustandsüberwachung direkt am Wälzlager

Vor der Einführung von SKF Insight konnte die Zustandsüberwachungstechnik Schäden in der Regel erst dann erkennen, wenn sie bereits bis zu einem gewissen Grad eingetreten waren. Jetzt aber erfolgt die Messung direkt am Lager, und SKF kann Schäden bereits dann ermitteln, wenn sich die ersten, noch mikroskopisch kleinen Anzeichen zeigen. Mit diesen Informationen können die Kunden dann Abhilfemaßnahmen ergreifen, um die Schadensursache im Lager auszuschalten, z. B. Schmierstoff zufügen, vorübergehende Überlast verringern, usw.

SKF Insight überwacht die Lagerbelastung direkt am Lager, misst also die tatsächlich auf das Lager einwirkende Last – und nicht nur die Last, für die das Lager ausgelegt ist. Diese äußerst wertvolle Information kann dann in die Entwurfsphase zurückfließen, um die Konstruktion des Systems und des Lagers weiter zu verbessern.

Die in die Lager integrierte SKF Insight Technik macht es Kunden einfacher und bequemer, eine Zustandsüberwachung einzuführen. Mehr Wissen über den Betrieb, bessere Wartungsplanung, optimierter Personaleinsatz und bessere Ersatzteilverwaltung können die Betriebskosten senken.

Die Vorteile von SKF Insight:

  • Miniaturisierung: Eng gepackte Sensortechnik ermöglicht die Messung kritischer Parameter wie Drehzahl, Temperatur, Geschwindigkeit, Schwingungen, Belastung u. a.
  • Ohne externe Stromversorgung: Die Lager nutzen die Anwendungsumgebung und erzeugen so die Energie für ihre Funktionen selbst.
  • Einfacher Aufbau: Die intelligente drahtlose Kommunikationstechnik ist ins Lager integriert und ermöglicht die Kommunikation des Lagers auch in Umgebungen, wo keine herkömmliche WiFi-Verbindung möglich ist.
  • Intelligente Lager-Netzwerke: Die Kommunikation läuft von einem Lager zum nächsten über eine drahtlose Schnittstelle. Lager mit SKF Insight fungieren somit als Netz-Knotenpunkte, die ihre relevanten Zustandsdaten in einem engmaschigen Netz von einem Knotenpunkt über den nächsten weiterreichen, bis sie das Ziel erreichen.

Die anwendungsspezifischen Lösungen von SKF Insight werden von Kunden in Branchen wie Windenergie, Eisenbahnen und Metallverarbeitung getestet. SKF entwickelt aktuell weitere Praxistests für die Anwendung in anderen Industriezweigen. (ud)

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