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Magnetlager SKF-Magnetlager gehen in die Ukraine

| Redakteur: Ute Drescher

SKF hat von dem ukrainischen Expansionsturbinenhersteller Turbogaz einen Großauftrag für S2M-Magnetlager erhalten. Die Lager werden in Anlagen für die Gasaufbereitung eingesetzt.

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Ein spezielles SKF S2M-Magnetlager mit integrierten Detektoren und Hilfs- bzw. Ersatzlagern sowie einem Axiallager für hohe Axialbelastungen.
Ein spezielles SKF S2M-Magnetlager mit integrierten Detektoren und Hilfs- bzw. Ersatzlagern sowie einem Axiallager für hohe Axialbelastungen.
(Bild: SKF)

Die SKF-S2M-Magnetlager sind eine schmierölfreie Lösung für hochtourige Erdgasexpander. Der Expansionsturbinenhersteller Turbogaz liefert insgesamt neun Anlagen mit integrierten SKF-S2M-Magnetlagern und einen elektronischer Standardsteuerschrank an Usbekistan, den größten Hersteller und Verbraucher von Erdgas in Zentralasien.

Expansionsturbinen (Expander) trennen mit Hilfe von Hochdruckgas die schwereren Fraktionen des Rohöls und treiben Kompressoren an. In den Turbinen sind die Magnetlager kontinuierlich Gas ausgesetzt und müssen entsprechend verschleißbeständig sein. Durch die SKF-Speziallager kann Turbogaz den Instandhaltungsbedarf seiner Expansionsturbinen relativ niedrig halten. Ein Vorteil, da die Turbinen in abgelegenen Gasaufbereitungsanlagen in der Wüste betrieben werden sollen, wo Instandhaltungsarbeiten generell sehr kostenintensiv sind. In allen Turbinen kommen SKF-S2M-Magnetlager zum Einsatz.

Magnetlager sind wartungsfrei

Ein Satz SKF-S2M-Magnetlager besteht aus zwei Radiallagern (150 mm) mit integrierten Detektoren und Hilfs- bzw. Ersatzlagern sowie einem Axiallager für hohe Axialbelastungen. Die verstärkte Isolation der Lager schützt sie gegen das Erdgas. Die SKF Magnetlager benötigen kein Öl, keine Schmierung und haben keinen mechanischen Direktkontakt zu anderen Teilen. Dadurch sind die Magnetlager praktisch wartungsfrei und können nicht verunreinigt werden. Integrierte Sensoren messen die Schwingungs- und Temperaturpegel und machen die SKF-S2M-Magnetlagereinheiten so auch zu Diagnosewerkzeugen. Bei Öllagereinheiten müssten diese Sensoren extra spezifiziert und separat installiert werden.

„Turbogaz hat bei der Entwicklung der Magnetlager für Expansionsturbinen mehrere Jahre eng mit SKF Magnetic Mechatronics (S2M) zusammengearbeitet“, erklärte Oleg Kuprygin, CEO von Turbogaz. Das erste Gemeinschaftsprojekt war die Entwicklung einer Expansionsturbine mit einer Produktionskapazität von neun Millionen Kubikmetern pro Tag. Die Einheit hat 2007 den Normalbetrieb aufgenommen und bereits über 42.000 Betriebsstunden absolviert. Seit dem ersten Pilotprojekt hat Turbogaz insgesamt 25 Expansionsturbinen in Usbekistan in Betrieb genommen, in denen SKF-S2M-Magnetlager ihren Dienst verrichten. Kuprygin: „Das zeigt, dass die Zusammenarbeit mit SKF die richtige Entscheidung war.“

Weltweit über 500 Expansionsturbinen mit SKF-S2M-Magnetlagern

Die weltweit erste Expansionsturbine mit Magnetlagern nahm 1988 den Betrieb auf. Das französische Unternehmen S2M, inzwischen eine Tochter von SKF, hatte die Technologie entwickelt. Heute gibt es weltweit über 500 Expansionsturbinen mit SKF-S2M-Magnetlagern, die mittlerweile zum Industriestandard für Expansionsturbinen geworden sind. Gasreinigung, Taupunktkontrolle und die Ethylenerzeugung sind typische Anwendungen. (ud)

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