Kupplung Sicherheitskupplungen richtig auslegen

Sicherheitskupplungen schützen Antriebskomponenten vor Überlast. Sie müssen absolut zuverlässig und effizient arbeiten. Entscheidend dabei ist die richtige Auslegung.

Anforderungen an Sicherheitskupplungen sind enorm hoch. An erster Stelle steht die Zuverlässigkeit.
Anforderungen an Sicherheitskupplungen sind enorm hoch. An erster Stelle steht die Zuverlässigkeit.
(Bild: Jakob Antriebstechnik)

Treten im Betrieb einer Maschine oder Anlage Fehler auf, können im Antriebsstrang sehr hohe Drehmomente entstehen, durch die verschiedene Antriebsbauteile geschädigt werden können. Im schlimmsten Fall steht die Maschine danach still. Sicherheitskupplungen können dieses Szenario verhindern. Denn sie trennen bei Überschreitung eines definierten Drehmomentwertes An- und Abtrieb eines Antriebsstrangs voneinander – und das in wenigen Millisekunden. Durch dieses Ausrücken können Schäden minimiert und bestenfalls sogar verhindert werden.

Kupplung mit sicherer Überlastfunktion

Anforderungen an Sicherheitskupplungen sind daher enorm hoch. An erster Stelle steht die Zuverlässigkeit. „Eine sichere Überlastfunktion mit hoher Wiederholgenauigkeit des Ausrückmoments, auch bei hohen Drehzahlen und in beide Drehrichtungen sind gefordert", weiß Roland Arnold, Kon­struktionsleiter bei Jakob Antriebstechnik. Das Ausrückmoment ist jener definierter Wert, bei dem die Kupplung die Abkopplung auslöst. Daher ist es wichtig, dass die Kupplung genau den Bedürfnissen der jeweiligen Applikation entspricht. „Wichtigstes Kriterium ist, dass Sicherheitskupplungen sicher und zuverlässig auslösen müssen. Anders macht eine Sicherheitskupplung keinen Sinn", bestätigt Ralf Epple, Produktmanager bei von Mayr Antriebstechnik. Sven Karpstein, Geschäftsführer von KBK Antriebstechnik, ergänzt: „Das benötigte Auslösemoment muss von vornherein möglichst genau abgeschätzt werden. Zwar lassen sich alle unsere Überlastkupplungen stufenlos verstellen, aber vorher muss ein Überlastbereich gewählt werden, der dann beim Kunden nicht mehr modifiziert werden kann.“

Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Redakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht