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Sicherheitsbremse „Sicherheit kennt keine Kompromisse“

| Redakteur: Ute Drescher

Ein wichtiger Bestandteil der neuen Bremsentechnologie 4.0 von Mayr Antriebstechnik ist ein technologisch führendes Reibsystem. Philipp Kempf aus der Entwicklung erklärt, wodurch sich die neue Reibtechnologie auszeichnet und warum sich Anwender auf Mayr-Sicherheitsbremsen verlassen können.

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Alle mayr®-Sicherheitsbremsen unterliegen einer sorgfältigen Qualitätskontrolle: Dazu gehören qualitätssichernde Maßnahmen während des Konstruktionsprozesses sowie eine umfassende Endprüfung. Vor Auslieferung werden alle Bremsen ausführlich getestet und funktionsrelevante Werte dokumentiert.
Alle mayr®-Sicherheitsbremsen unterliegen einer sorgfältigen Qualitätskontrolle: Dazu gehören qualitätssichernde Maßnahmen während des Konstruktionsprozesses sowie eine umfassende Endprüfung. Vor Auslieferung werden alle Bremsen ausführlich getestet und funktionsrelevante Werte dokumentiert.
(Bild: Mayr Antriebstechnik)

Herr Kempf, hochwertige Reibbeläge sind das Herzstück für die Herstellung zuverlässiger Sicherheitsbremsen. Was macht Ihre Reibbelagtechnologie so besonders?

Mit unserer neuen Reibbelagtechnologie erreichen die Bremsen eine weiter verbesserte Drehmoment-Konstanz sowie eine höhere Leistungsdichte. Wir konnten Beeinflussungen durch Umgebungsbedingungen wie zum Beispiel Luftfeuchtigkeit oder Temperatur erfolgreich reduzieren.

Mit den neuen Belägen lassen sich jetzt höhere Bremsmomente sowie höhere flächenspezifische Reibarbeiten realisieren. Das bedeutet, die Bremsen bauen bei gleichen Eigenschaften kompakter. Für höhere Bremsmomente und höher beanspruchte Bremsen können Anwender unter Umständen eine kleinere, leichtere Bremsenbaugröße wählen. Das trägt auch dem generellen Trend Rechnung, dass Maschinen und ihre Komponenten wie zum Beispiel Motoren heute immer kompakter und leistungsdichter bauen müssen.

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Sicherheitsbremsen müssen im Alltag Menschen und Maschinen vor Schäden schützen. Warum können sich Anwender auf Ihre Bremsen verlassen?

Zentrale Bestandteile unseres Sicherheits- und Qualitätsverständnisses sind umfassende Tests und Kontrollen. Gerade auch im Bereich der Reibtechnik: Sie stellen sicher, dass im Katalog angegebene Werte auch zuverlässig erreicht werden. Qualität betrifft also zum einen unseren Service und Vertrieb und damit die Beratung unserer Kunden. Durch unsere umfassenden Prüfmöglichkeiten, unser Know-how und die langjährige Erfahrung sind wir in der Lage, zuverlässige Aussagen zu treffen. Das bedeutet auch, dass wir die Grenzen der von uns eingesetzten Reibsysteme kennen.

Zum anderen fließen die Erfahrung und die Informationen aus den Versuchen natürlich in die Entwicklung der Produkte ein, sodass diese letztendlich von einer hohen Qualität zeugen. Für die Reibtechnik bedeutet dies konkret, beste und qualifizierte Reibsysteme für alle Anwendungen. Wir führen umfangreiche Tests durch, um das Reibsystem für den Einsatz unter unterschiedlichsten Bedingungen zu qualifizieren und betreiben Grundlagenforschung auch mit externen Instituten, um immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Können Sie Beispiele für diese Tests geben?

Eine erste konstruktionsbegleitende Maßnahme ist zum Beispiel die Qualifizierung des Reibbelags auf dem Teilbelagprüfstand. Auf diesem Prüfstand analysieren und bewerten wir kleine, normierte Reibbelagproben hinsichtlich ihres Reib- und Verschleißverhaltens. Dadurch sind wir in der Lage, eine für den jeweiligen Anwendungsfall passende Vorauswahl des Reibbelags zu treffen. Daneben nutzen wir den Teilbelagprüfstand auch, um bereits bestehende Reibbelagqualitäten in Zusammenarbeit mit dem Reibbelaghersteller zu optimieren, zum Beispiel in Bezug auf Kriterien wie Reibarbeit, Reibbeiwert oder Einlaufverhalten. Zudem lassen sich mit dem Prüfstand neben der Reibbelagqualifizierung auch Reibbelagchargen von Serienreibbelägen überprüfen. So stellen wir sicher, dass unsere Serienbremsen immer technisch einwandfreie Reibbeläge haben.

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