Steckverbinder Sicherer Anschluss für Kühlwasserkreisläufe

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Korrosionsschäden durch aggressive Medien sind ein bekanntes Problem. Doch auch eine vermeintlich harmlose Flüssigkeit wie Kühlwasser verhält sich je nach regionaler oder lokaler Zusammensetzung aggressiv und kann zu schleichenden, aber auch zu schnell verlaufenden Korrosionsschäden an geschlossenen Kühlwasserkreisläufen führen. Mit der richtigen Materialwahl aber werden Schäden verhindert.

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Auch vermeintlich harmlose Flüssigkeiten können in geschlossenen Kühlwasserkreisläufen zu Korrosionsschäden führen - das richtige Material schafft Abhilfe.
Auch vermeintlich harmlose Flüssigkeiten können in geschlossenen Kühlwasserkreisläufen zu Korrosionsschäden führen - das richtige Material schafft Abhilfe.
(Bild: IDEAL-Werk, Lippstadt)

Kühlwasserkreisläufe stellen eigene Anforderungen an die verwendeten Anschlüsse und Leitungen. Um diesen gerecht zu werden, hat Eisele mit der Liquidline eine eigene Produktlinie für Kühlwasseranwendungen im Programm. Welche Materialien und Bauformen die richtigen sind, hängt dabei insbesondere von der Anwendung und den geförderten Medien ab. Um eine zuverlässige und langlebige Problemlösung zu konstruieren, müssen die Einsatzbedingungen genau unter die Lupe genommen werden.

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Die Bauform eines Kühlwasseranschlusses richtet sich unter anderem nach dem abzuführenden Wärmestrom, der Einbausituation und der zu erwartenden Druckbeaufschlagung. Hinsichtlich des Materials gilt es einen Kompromiss zu finden, der bei vertretbaren Kosten die chemische Beständigkeit über die geplante Nutzungsdauer sicherstellt. Hier stellt gerade ein scheinbar harmloses Medium wie Kühlwasser hohe Ansprüche, da die Korrosionsgefahr stark von den örtlichen Gegebenheiten und der Zusammensetzung des zur Verfügung stehenden Kühlwassers beeinflusst wird.

Das richtige Material auswählen

Je nach Anwendungsfall können Kühlwasseranschlüsse aus Messing, Edelstahl oder Aluminium hergestellt werden. Die Messinganschlüsse der Liquidline bestehen bei Medienkontakt aus entzinkungsbeständigem Material. Auf diese Weise ist ein hoher Korrosionsschutz in den meisten gängigen Anwendungen gegeben. Sie wurden für Einsatzfälle konzipiert, in denen die Verwendung teuren säurebeständigen Edelstahls noch nicht erforderlich ist. Denn Kühlwasser ist mit einem pH-Wert in einer Bandbreite von 5 bis 6 nur leicht sauer. In der Pharmaindustrie oder in Lackierereien beispielsweise werden stärker saure Substanzen verarbeitet, für die Edelstahlanschlüsse besser geeignet sind.

In Kreisläufen, die mit Aluminiumkühlkörpern arbeiten, sind hingegen auch Anschlüsse aus Aluminium notwendig, damit es nicht zu elek­trolytischer Korrosion am Aluminiumkühler kommt. Flüssigkeitskühler werden aufgrund der hohen Wärmeleitfähigkeit des Materials häufig aus Aluminium hergestellt und sind auf eine Einsatzdauer von mehreren Jahren ausgelegt. Um über die gesamte Zeit eine sichere Anschlusstechnik zu garantieren, müssen miteinander verträgliche Werkstoffe eingesetzt werden. Die bewährten Konstruktionsprinzipien der Ganzmetall-Steckverschraubungen wie sie in der Serie 2500 der Liquidline verwirklicht sind, wurden für diese Anwendungen eigens auf korrosionsbeständiges Aluminium in der Serie 5500 übertragen. Dafür verarbeitet Eisele das Sondermaterial EN AW-AlSi1MgMn. Herkömmliche Aluminiumlegierungen erreichen nicht die gewünschte Wasserbeständigkeit, weshalb auch die Hersteller von Flüssigkeitskühlern verstärkt dieses Material wählen.

Sicherheit durch absolute Dichtigkeit

Kommt es – zum Beispiel aus Sicherheitsgründen – auf absolute Dichtigkeit der Kühlwasserkreisläufe an, steht hier insbesondere die verwendete Anschlusstechnik im Blickpunkt: Gute Druck- und Temperaturbeständigkeit bei hohen Durchflussraten ist unabdingbar. Auch für die Lösung dieses Problems wird man bei den Serien 2400 und 2600 der Liquidline fündig. Die Einschraubanschlüsse der Serie 2600 sind mit einer hochwertigen Dichtung aus FPM (Viton) ausgestattet und alle Dichtstellen an Schlauch, Gewinde und Gehäuse sind auf lebenslange Dichtheit ausgelegt. Die Anschlüsse der Serie 2400 sind sogar mit zwei Dichtungen ausgestattet und für höhere Drücke bis 24 bar konzipiert. Mit dieser Dichtungsausstattung kann die Liquidline auch direkt in Schaltschränken oder in Reinräumen ihren Dienst verrichten – Leckagen sind bei vorschriftsgemäßer Montage nicht zu befürchten.

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