Steckverbinder

Sicherer Anschluss für Kühlwasserkreisläufe

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Der Problemfall Entzinkung

Entzinkung ist seit langem bekannt und kann unter anderem zu Korrosionsschäden an Kühlwasseranschlüssen führen. In Ausnahmefällen wird sie an Bauteilen aus Messing beobachtet, die in ständigem Kontakt mit Wasser stehen. Die angegriffene Stelle verfärbt sich kupferrot und weist dann praktisch keine Eigenfestigkeit mehr auf. Vereinfacht dargestellt lösen sich bei der Entzinkung die Hauptlegierungsbestandteile des Messings auf: Kupfer und Zink werden zu wasserlöslichen Salzen oxidiert. Das Zink wird vom Kühlwasserstrom weggeführt, das Kupfer dagegen als schwammartige Masse wieder abgeschieden. Die Voraussetzung für diesen Vorgang ist ein stark chloridhaltiges und in der Regel weiches Wasser mit niedriger Karbonathärte.

Vermieden werden kann die Entzinkung durch sachgerechte Werkstoffwahl und die richtige Handhabung der Bauteile – zum Beispiel durch Einhaltung der vorgeschriebenen Anzugsmomente. Die durchflussoptimierten Anschlüsse der Liquidline werden daher aus einer speziellen entzinkungsbeständigen Messinglegierung hergestellt. Die Entzinkungsbeständigkeit wird nach ISO 6509 überprüft. Die Liquidline ist demnach gut beständig in allen Brauchwässern, Wasserdampf, verschiedenen Salzlösungen und vielen organischen Flüssigkeiten. Der Werkstoff ist bei Lloyd’s Register für bestimmte Bauteile im Schiffbau zugelassen. Die Anschlüsse sind nickelfrei und stellen eine preiswerte Alternative zu Edelstahllösungen dar.

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Edelstahl für harte Fälle

In Ausnahmefällen sind jedoch Kühlwasseranschlüsse aus Edelstahl vorzuziehen. Überall, wo die in der Anschlusstechnik gängigen Standardmaterialien wie Kunststoff, Messing und Aluminium an ihre Grenzen stoßen, steht mit den Serien 4500 und 4600 der Inoxline eine wirtschaftliche Lösung aus Edelstahl zur Verfügung. Edelstahl bietet ausgezeichneten Korrosionsschutz auch bei aggressiven Medien sowie bei
hohen Temperaturen. Anschlusskomponenten aus Edelstahl sind daher besonders langlebig und ausfallsicher.
Problemlos können sie auch mit allen anderen Werkstoffen kombiniert werden. Hinzu kommt ihre gute Reinigungsfähigkeit. Sie sind deshalb vor allem für den Einsatz in hygiene-sensiblen Bereichen hervorragend geeignet. Edelstahl
widersteht besonders gut sauren Medien und aggressiven Reinigern.

Bei der Auswahl des richtigen Materials sind nicht nur die eingesetzten Medien, sondern auch die Umgebungsbedingungen wie Temperatur und Atmosphäre zu beachten. Insbesondere bei pH-Werten unter 5 sind Anschlüsse aus Edelstahl erforderlich. Gleiches gilt, wenn im Medium selbst, in verwendeten Reinigungsmitteln oder in der Installationsumgebung Ammoniak oder sehr hohe Nitrat- und Chloridgehalte vorliegen. Speziell in Gegenden mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung kann Nitrat zum Problem werden.

Der Problemfall Elektrokorrosion

Durch Elektrokorrosion können sich Kühlwasseranschlüsse aus Metall binnen kurzer Zeit regelrecht zersetzen, ohne dass es auf den ersten Blick einen Grund dafür gibt. Bei der sogenannten Elektrokorrosion führen Gleichströme oder Gleichstromanteile in Wechselspannungen zu Schäden an Leitungen und Armaturen. Werden zwei identische Metallelemente durch einen externen Strom zu einem galvanischen Element verbunden, wird das als Anode fungierende Metallteil abgebaut. Die Zersetzung beginnt mit dem unedelsten Legierungsbestandteil. Der Grund für Elektrokorrosion sind oft unbemerkte Erdungs- oder Fehlerströme. Lässt sich die Ursache solcher Probleme nicht ohne weiteres beseitigen, sollte ebenfalls auf Edelstahl zurückgegriffen werden.

Durch den Wechsel zu Edelstahlanschlüssen der Eisele Inoxline konnten zum Beispiel bei einem namhaften Kunden aus der Automobilindustrie Korrosionsprobleme auf einen Schlag gelöst werden. Vorher musste der Anwender regelmäßig undichte Anschlüsse austauschen und hatte bereits ein Jahr lang versucht die Probleme durch entsprechende Brauchwasseraufbereitung zu beheben. Der Wechsel zu Edelstahlanschlüssen aus der Eisele Inoxline löste die Problematik.

Generell sollten vor der Auswahl des Materials für Kühlwasseranschlüsse immer die konkret vorliegenden Gegebenheiten am jeweiligen Installationsort geprüft werden. Dabei sind nicht nur die eingesetzten Medien, sondern auch die vorherrschenden Umgebungsbedingungen wie Temperatur und Atmosphäre zu beachten. (mz)

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