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Forschung Sichere Bauteile durch Eigenspannungs-Analysen

| Redakteur: Dorothee Quitter

Unternehmen aus der Industrie können jetzt hochbeanspruchte Komponenten in einem akkreditierten Labor an der Uni Kassel auf ihre Eigenspannung prüfen lassen.

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Laborleiter Dr. Wolfgang Zinn spannt eine Probe in ein Röntgendiffraktometer, um die Eigenspannungen im Metall zu messen.
Laborleiter Dr. Wolfgang Zinn spannt eine Probe in ein Röntgendiffraktometer, um die Eigenspannungen im Metall zu messen.
(Bild: Uni Kassel)

Eigenspannungen sind innere Spannungen in Werkstoffen. Sie treten als Folge der Herstellung auf, ohne dass äußere Beanspruchungen wirken, etwa wenn sich die Oberfläche eines Werkstücks schneller abkühlt als der Kern. Für das Auge sind sie unsichtbar, sie können aber die Beständigkeit eines Bauteils beeinflussen. Eigenspannungs-Analysen sind daher ein wichtiger Schritt in der Entwicklung sicherer Bauteile und tragen dazu bei, Unfälle zu verhindern. In den Laboren des Instituts für Werkstofftechnik wird zu Ursachen und Wirkungen von Eigenspannungen geforscht. Um sie – als Voraussetzung – sicher messen zu können, wurden in den vergangenen Jahren zusammen mit Forschungspartnern neue Methoden und Auswerteroutinen zur Eigenspannungs-Analyse entwickelt, die beispielsweise Röntgenstrahlung nutzen. Auch aus Prüfaufträgen aus der Industrie werden immer wieder neue wissenschaftliche Fragestellungen abgeleitet. Seit Juli 2017 ist das Zentrum für Randschichtanalyse und -technik (ZerTech), welches das Institut für Werkstofftechnik beheimatet, nun von der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH als Prüflabor für Eigenspannungs-Analysen akkreditiert. Das ist für viele Industrieunternehmen eine Voraussetzung für gemeinsame Projekte in Forschung und Entwicklung. (qui)

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