Beton Schwingungsarmes Maschinenfundament

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Sudholt-Wasemann hat sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Einsatz ultrahochfester Betone im Bereich des Maschinenbaus beschäftigt und damit bereits große Erfolge am Markt erzielt.

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Fertig betoniertes Maschinenbett aus UHPC-Beton (Ultra High Performance Concrete).
Fertig betoniertes Maschinenbett aus UHPC-Beton (Ultra High Performance Concrete).
(Bild: Sudholt-Wasemann)

Ausgangspunkt der Spezialisierung war die Zusammenarbeit mit der ebenfalls in Herzebrock-Clarholz ansässigen Firma Weeke Bohrsysteme. Bis dahin hatte Sudholt-Wasemann Stahlbeton-Fertigteile für Industriehallen, Landwirtschaftsgebäude oder den Wohnungsbau produziert - so auch für den Bau der neuen Produktions- und Verwaltungsgebäude des zur Homag-Group gehörenden Unternehmens Weeke. Daraus entwickelte sich in der Folge ein intensiver Austausch über die Möglichkeiten des Einsatzes von Beton auch beim Bau von Maschinenbetten, die bei Weeke bis dato ausschließlich aus Stahl bestanden. Da Maschinenbetten aus Stahl in einigen Bereichen Nachteile aufweisen, kam die Idee auf, Beton im Maschinenbau nicht nur als Masse einzusetzen, sondern die Betten gleich komplett aus Beton herzustellen.

Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit Hochschulen und der Industrie

Nachdem erste Versuche erfolgreich verliefen, spezialisierte sich Sudholt-Wasemann immer mehr auf die Produktion vom Maschinenbetten aus Beton – nicht nur für Weeke, sondern für alle Unternehmen aus der Maschinenbaubranche, die sich für dieser neue Technologie interessierten. Dies hatte allerdings auch grundlegende produktionstechnische Umstellungen zur Folge; denn anders als bei der klassischen Betonfertigteil-Herstellung sind bei Fertigung von Maschinenbauteilen höchste Maßgenauigkeiten gefordert, die im µ-Bereich liegen.

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Parallel zur Umstellung in der Produktionstechnologie wurde eine intensive und kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit betrieben. Dies sowohl in Zusammenarbeit mit der Maschinenbauindustrie, als auch mit Forschungseinrichtungen in Hochschulen sowie ausgewählten Partnern in der Zement- und Betonindustrie, hier speziell mit der in Wiesbaden ansässigen Firma Dyckerhoff sowie der Durcrete, einem Anbieter für Spezialbetone im Maschinenbau. Dabei setzte man ganz auf die innovative UHPC-Technologie.

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