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Das Abschälen der einzelnen Schichten erfolgt manuell per Messer
Der Pressenbauer erhält von der Georg Martin eine hoch belastbare M-Tech-L-Variante mit einer Gesamtdicke von 2.0 mm und abschälbare Lagen von 0.05 mm. Das Abschälen erfolgt durch die Monteure manuell per Messer direkt an der Maschine.
"Die Einpassarbeit ist jetzt viel schneller erledigt, weil nach dem Vermessen nur noch die einzelnen Lagen des Schichtblechs abgezogen werden müssen und die Zwischenlage sofort eingebaut werden kann", sagt der Betriebsleiter. Georg Martin liefert die Zwischenlage als einbaufertiges Stanzteil mit Bohrungen.
Das Beispiel des schweizerischen Pressenbauers deutet das Optimierungspotenzial an, das der Einsatz der M-Tech-Zwischenlagen für den Wertschöpfungsprozess bietet. Bereits in der Entwicklung lässt sich damit Zeit sparen, weil die Konstrukteure nicht mehr an engen Toleranzvorgaben tüfteln müssen. Der Fertigungsaufwand sinkt, weil die "toleranter" konstruierten Fügestellen keine Nachbearbeitung benötigen. Und die Durchlaufzeiten reduzieren sich, wenn man die Ausgleichselemente analog zur Montage disponiert. Es sinkt sogar der Reparaturaufwand, denn der Instandhalter muss nur noch abziehen statt abschleifen.
Die Zwischenlagen von Georg Martin gibt es aus Stahl, Edelstahl, Aluminium und Messing in den Produktlinien M-Tech L, M-Tech S und M-Tech P.
Die Schichtbleche M-Tech L bestehen aus bis zu 64 laminierten Metallfolien (25 bis 100 µ) mit Gesamtdicken von 0.50 mm bis 3.20 mm. Die einzelnen Lagen lassen sich abziehen bis der nötige Toleranzausgleich erreicht ist. So kann mit einem einzigen Ausgleichselement die Bauteiltoleranz individuell ausgeglichen werden.
Laminierte Distanzbleche sind nachgiebiger als massive Werkstoffe
Bei M-Tech S handelt es sich um solide Bleche, ausgeführt etwa als passgenaue Einzelbleche oder auch geschliffen im Set. M-Tech P sind kundengerecht bestückte, randverklebte Dünnblech-Pakete, die sich wie ein Abreißkalender trennen lassen oder per Kabelverbinder lose verbundene Distanzscheiben verschiedener Dicke.
Für die Bestimmung der Dicke des Schichtblechs ist der theoretisch maximale Spalt zwischen den Bauteilen ausschlaggebend, der ausgeglichen werden soll. Zu dieser theoretischen Dicke sollte noch ein kleiner Aufschlag gegeben werden. Mit den Werten maximaler Spalt plus Aufschlag kann der Konstrukteur dann entsprechend aus dem Sortiment an Tafelhalbzeugen das nächste dickere Material auswählen. Liegt die theoretische Dicke bei 3,1 mm, dann würde sich die Auswahl des M-Tech-L-Schichtblechs mit der Standarddicke von 3,2 mm empfehlen.
Schichtbleche sind aufgrund ihrer Fertigungsweise nachgiebiger als massive Werkstoffe, damit wirken sie in einigen Fällen dämpfend. Ihre Elastizitätsgrenze (Rp0,2) liegt dabei knapp unter dem eines hart gewalzten Blechs gleicher Dicke. Somit ist eine grundsätzliche Verwendung von Schichtblechen in den meisten Anwendungen – selbst bei hoher Belastung – möglich. (jv)
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