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Zur Sicherstellung eines störungsfreien Kühlbetriebs ist der Schaltschrank abzudichten. Mindestens erforderlich ist dabei die Schutzart IP 54. Schlecht abgedichtete Kabeleinführungen, beschädigte Türdichtungen, fehlende Dichtungen bei der Anreihung mehrerer Schränke oder das unsachgemäße Einbauen von Anzeige- und Bedieneinrichtungen an den Gehäuseoberflächen können dazu führen, dass sich pro Tag mehrere Liter Kondensat bilden. Sie bewirken damit in der Regel ein höheres Temperaturniveau im Schaltschrank und verschlechtern die Energieeffizienz.
Sorgt unmittelbar für die Kühlung: Der Kaltluftkreislauf
Die Kaltluftführung hat direkten Einfluss auf die Qualität der Schaltschrank-Entwärmung – und damit indirekten auf den störungsfreien Betrieb der gesamten Anlage bzw. Maschine. Die richtige Einleitung und Verteilung der gekühlten Luft sind deshalb besonders wichtig.
Die Kaltluft kommt entweder von Kühlgeräten, die an Seitenwänden oder Türen des Schaltschrankes angeordnet sind oder über Dachauf-baugeräte. Eine dritte Möglichkeit sind Geräte, die im Boden positioniert sind. Unabhängig von der Gerätebauart gilt jedoch, dass die Kühlluft generell unterhalb der aktiven Komponenten in den Schaltschrank eingebracht werden muss.
Wandanbaugeräte für Schaltschränke mit einzeiligem Umrichterverband
Die sogenannten Wandanbaugeräte finden in der Regel bei Schaltschränken Verwendung, die einen einzeiligen Umrichterverband aufweisen. Sie werden dazu vorzugsweise auf einer Schranktüre positioniert. Eine interessante Variante dazu sind voll funktionsfähig aufgebaute Klimatüren, sie werden als Ganzes an Stelle der Standardtür an den Schrank montiert. Der Kaltlufteintritt erfolgt unterhalb des Umrichterverbandes. Der geforderte Mindestabstand von 200 mm zwischen dem Kaltluftaustritt und den zu kühlenden Hauptkomponenten ist dabei in der Regel bereits durch den konstruktiv gegebenen Abstand zwischen Schranktüre und Montageplatte sichergestellt.
Ist dies in Ausnahmefällen nicht so, kann die Kaltluft über ein Luftleitblech am Kaltluftaustritt des Kühlgerätes in den Bodenbereich unterhalb der zu kühlenden Komponente umgelenkt werden. Der Abzug der erwärmten Luft erfolgt oberhalb der aktiven Komponenten – in der Regel im Decken-bereich des Schaltschrankes.
Klimatechnisch ist der Türanbau der Positionierung an einer Seitenwand vorzuziehen, da bei letzterer der Umrichterverband seitlich mit Kaltluft angeströmt wird. Dabei besteht die Gefahr, dass die Kaltluft teilweise abgelenkt wird und „ungenutzt“ unterhalb des Umrichterverbandes vorbeiströmt. Zur Vermeidung unerwünschter „wilder“ Zirkulationsströmung können Abschottungen zwischen dem Umrichterverband und den Schrankwänden hilfreich sein.
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