Multi-Material-Welding

Sandwichmaterialien kraft- und formschlüssig verbinden

| Redakteur: Dorothee Quitter

Das patentierte MM-W-Verfahren ermöglicht die sichere Befestigung von Verbindern auf Wabenstrukturen und/oder porösen Bauteilen.
Das patentierte MM-W-Verfahren ermöglicht die sichere Befestigung von Verbindern auf Wabenstrukturen und/oder porösen Bauteilen. (Bild: KVT)

KVT-Fastening schlägt mit der innovativen Multi-Material-Welding-Technologie (MM-W-Technologie) ein neues Kapitel in der dauerhaften, kraft- und formschlüssigen Verbindung von Leichtbau- und Sandwichmaterialien auf.

Leichtbau- oder Sandwichmaterialien stellen an die Verbindungstechnik verschiedenste Herausforderungen: Die verwendeten Lösungen müssen ein Höchstmaß an Sicherheit sowie Effizienz bieten und gleichzeitig so ausgelegt sein, dass sie die besonderen Eigenschaften des Trägermaterials sowie die Anforderungen des jeweiligen Unternehmens berücksichtigen. „Die innovative patentierte Multi-Material-Welding-(MM-W)-Technologie vereint die Vorteile von konventioneller Verbindungstechnik und Klebetechnik in sich. Sie kombiniert hohe Festigkeit mit schnellen sowie kontrollierbaren Prozessen und bietet damit eine komplett neue Alternative für die Verbindung von Leichtbaumaterialien“, erläutert Christian Busch, Business Development Manager Leichtbau bei KVT-Fastening.

Das MM-W-Verfahren nutzt die Kombination von Ultraschallenergie, Materialhärte und Design des Verbinders aus, um einerseits den Verbinder in das Bauteil einzutreiben und andererseits den angeschmolzenen Kunststoff als Verbindungsmasse zu nutzen. Über die Kapillare der Schmelze wird der poröse Werkstoff des Bauteils ideal gefüllt, was in der Summe zu einer größervolumigen und größerflächigen Halteverankerung führt.

Kurze Prozesszeiten

Das innovative Verfahren, welches von der Multi-Material-Welding AG patentiert und von der KVT-Fastening-Mutter Bossard unterlizenziert ist, bringt verschiedene Vorteile mit sich. Einer davon ist die deutlich kürzere Prozesszeit als bei alternativen Verbindungstechniken, die zu einer effizienteren Inline-Verarbeitung führt: Der gesamte Fügeprozess dauert dabei weniger als eine Sekunde und Abkühlphasen oder Aushärtezeiten müssen nicht beachtet werden; die Verbindung ist unmittelbar nach Freigabe der Verbindungsstelle belastbar. In den meisten Fällen muss zudem kein Loch im Material vorgebohrt werden. Ein weiterer Vorteil: Die Technologie bietet hohe Flexibilität, da sich die Befestiger ohne Vorpositionierung zum Toleranzausgleich verwenden lassen.

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