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Robotik Roboter sorgt für schnelle und präzise Werkzeugzuführung

Redakteur: Jan Vollmuth

Um ein Schleifzentrum schneller mit verschiedenen Werkstücken zu bestücken, richtete ein Maschinenhersteller eine roboterbasierte Automatisierung des Schleifprozesses ein.

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Der Roboter entnimmt mit einem Doppelgreifer das bearbeitete Werkstück und bringt anschließend das neue Werkstück ein.
Der Roboter entnimmt mit einem Doppelgreifer das bearbeitete Werkstück und bringt anschließend das neue Werkstück ein.
(Bild: Bild: Kuka)

Die Gebr. Saacke GmbH & Co. KG aus dem badischen Pforzheim hat sich auf die Herstellung von Präzisionswerkzeugen und Werkzeugschleifmaschinen spezialisiert. Kunden des 1892 gegründeten Familienunternehmens sind Werkzeughersteller und Maschinenbauer, aber auch Firmen aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie.

Verkürzte Wechselzeiten zum Ziel

Für die reibungslose Bestückung seines Schleifzentrums vom Typ UW I F mit verschiedenen Werkstücken strebte Saacke eine deutliche Verkürzung der Wechselzeiten an. Das Unternehmen entschied sich daher für eine roboterbasierte Automatisierung des Schleifprozesses. Ein Kuka Roboter aus der KR Agilus Kleinrobotik Serie in der Waterproof-Ausführung sorgt heute für die schnelle und präzise Übergabe und Entnahme der Werkstücke und damit für eine optimierte Auslastung der Werkzeugschleifmaschine.

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„Für das Werkzeugschleifzentrum vom Typ UW I F waren wir auf der Suche nach einer automatisierten Lösung, die schnell und präzise arbeitet. Um eine möglichst hohe Flexibilität zu gewährleisten, sollte in die Anlage ein Roboter integriert werden, der verschiedene Aufgaben bewerkstelligen kann“, erklärt Gerhard Kopp, Leiter Konstruktion/Geschäftsbereich Maschinen bei Saacke. Bei der Suche nach einem geeigneten Partner entschied sich Saacke für Kuka. „Das Preis-/Leistungsverhältnis sowie die flexible Programmierbarkeit der Roboter hat uns überzeugt“, ergänzt Kopp.

Individuell abgestimmte Arbeitsprozesse

Bei der Konzeption der vollständig automatisierten Anlage waren die Abteilungen Konstruktion, Kundenservice und IT mit eingebunden. Damit sollte sichergestellt werden, dass zum einen die Arbeitsprozesse genau auf die Anforderungen der Kunden abgestimmt werden, zum anderen die Anlage einfach zu bedienen ist. Bei der Konstruktion der Anlage mussten die Entwickler auf eine Reihe von Besonderheiten achten. Um etwa die verschiedenen Arbeiten in dem vorgegebenen Takt zuverlässig erledigen zu können, wurde der Roboter mit einem Doppelgreifer ausgestattet. Dafür wurde speziell ein Programm entwickelt. Mit ihm kann der Werkstückträger in einem Arbeitsschritt entleert und wieder befüllt werden – ein wesentlicher Aspekt zur Steigerung der Effizienz.

Die Roboterzelle wurde zudem so konzipiert, dass eine Umrüstung auf andere Werkstücke problemlos möglich ist. „Die Integration des Roboters in die Maschinenabläufe erforderte nicht nur die Anpassung der Maschinenverkleidung, sondern auch die Entwicklung einer geeigneten Schnittstelle zwischen Roboter- und Maschinensteuerung“, schildert Kopp eine weitere Herausforderung, die erfolgreich gemeistert wurde.

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