Risikobeurteilung Risikobeurteilung nach Anforderungsvorlagen macht Maschinen sicherer

Autor / Redakteur: Anja Willkommen* / Jan Vollmuth

Die CE-Software Docufy Machine Safety auch die Möglichkeit, die Risikobeurteilung anhand von Anforderungsvorlagen zu erstellen. Durch die Vorarbeit eines Normenexperten kann sich der Konstrukteur dabei auf das Wesentliche konzentrieren und auf Basis einer Vorlage die Risikobeurteilung anfertigen.

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Bearbeitung einer normativen Anforderung auf Baugruppenebene. Bei der Risikobeurteilung können die Anforderungen bestätigt oder als nicht zutreffend gekennzeichnet werden. Zu jeder Anforderung kann der Konstrukteur zusätzlich seine Lösung beschreiben.
Bearbeitung einer normativen Anforderung auf Baugruppenebene. Bei der Risikobeurteilung können die Anforderungen bestätigt oder als nicht zutreffend gekennzeichnet werden. Zu jeder Anforderung kann der Konstrukteur zusätzlich seine Lösung beschreiben.
(Bild: Docufy)

Maschinensicherheit ist ein wichtiges Thema für Hersteller und Betreiber von Maschinen und Anlagen. Erfolgt eine Überprüfung durch die Marktaufsicht oder kommt es bei der Benutzung einer Maschine zu einem Arbeitsunfall, ist es entscheidend, dass die gesetzlichen und konstruktionstechnischen Sicherheitsanforderungen erfüllt sind. Maschinen und Anlagen dürfen in Europa nur in Verkehr gebracht werden, wenn eine Risikobeurteilung vorliegt. Softwarelösungen helfen dabei, diese strukturiert zu erstellen. Da hierbei aber sehr viele sich ständig ändernde Normen zu beachten sind, ist die Qualität der Risikobeurteilung stark davon abhängig, wie gut der Anwender sich in den aktuellen Normen und Grenzwerten auskennt – oder wie gut und aktuell die Software ihn dabei unterstützt.

Eine Risikobeurteilung muss durchgeführt werden

Neben dem herkömmlichen Verfahren bietet nun die Risikobeurteilungen gibt es bereits seit dem Jahr 1995. Aber erst seit Inkrafttreten der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG Ende 2009 sind Hersteller von Maschinen und Anlagen, auswechselbaren Ausrüstungen, Sicherheitsbauteilen oder Lastaufnahmemitteln verpflichtet, eine solche Risikobeurteilung durchzuführen und zehn Jahre aufzubewahren. Das betrifft auch Produzenten sogenannter unvollständiger Maschinen, die beispielsweise erst nach Anbringung an einem Gebäude oder Beförderungsmittel funktionsfähig sind. Auch ein Betreiber von Maschinen und Anlagen kann davon betroffen sein: Und zwar immer dann, wenn er die Leistung einer Maschine oder Anlage steigert, diese nachträglich umbaut oder aus mehreren Maschinen eine Produktionsanlage zusammenstellt.

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In einer Risikobeurteilung werden Unfallrisiken bewertet, die bei der Arbeit mit der jeweiligen Maschine auftreten können. Dabei müssen sämtliche Lebensphasen von der Montage über den Normalbetrieb bis zur Demontage betrachtet werden. Auch Risiken, die während der Wartung oder Instandsetzung einer Maschine auftreten können, müssen berücksichtigt werden – und das für sämtliche Baugruppen. Ziel der Maschinenrichtlinie ist es, die Zahl der Unfälle in Verbindung mit Maschinen zu reduzieren. Vor allem durch die Integration spezieller Schutzvorrichtungen bei der Konstruktion sollen Maschinen noch sicherer werden.

Bei der Risikobeurteilung geht es also darum, die Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen, welche in der Maschinenrichtlinie formuliert sind, einzuhalten. Etwaige Risiken, die während der Entwicklung einer Maschine in der Konstruktionsabteilung erkannt werden, müssen gemindert und beim Bau der Maschine berücksichtigt werden. Die Risikobeurteilung sollte deshalb bestenfalls schon im Entwurfsstadium durchgeführt werden. Andernfalls lassen sich nötige Änderungen nur mit hohem technischen und finanziellen Aufwand umsetzen.

Das Thema Risikobeurteilung ist damit von großer Bedeutung für Mitarbeiter aus Konstruktion, Entwicklung und Fertigung, für CE-Verantwortliche und QM-Beauftragte sowie für Leiter der Technischen Dokumentation. Aber auch Geschäftsführer sollten dem Thema Beachtung schenken, denn sie unterschreiben in der Regel die Konformitätserklärung und haften daher im Schadensfall.

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