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Motion Controller Quantensprung für die dezentrale Antriebstechnik

| Autor: Ute Drescher

Mit der Einführung der 3. Generation ihrer Motion Controller ist Faulhaber ein Quantensprung gelungen: Einfache Bedienbarkeit und Flexibilität bei den Schnittstellen sind die wichtigsten Feature. Volker Hausladen, Produktmanager bei Faulhaber, erklärt, warum sie den Weg in Richtung Industrie 4.0 ebnen.

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„Mit den neuen Motion Controllern bieten wir erstmals ein State-of-the-art-Gerät an, das ein breites Anwendungsportfolio abdeckt“, erklärt Volker Hausladen, Product Manager bei Faulhaber.
„Mit den neuen Motion Controllern bieten wir erstmals ein State-of-the-art-Gerät an, das ein breites Anwendungsportfolio abdeckt“, erklärt Volker Hausladen, Product Manager bei Faulhaber.
(Bild: U. Drescher/konstruktionspraxis )

Faulhaber hat die 3. Generation ihrer Motion Con- troller, die Version MC V3.0, eingeführt. Warum?

Es war an der Zeit! Im Kontext von Industrie 4.0 spielt die Antriebstechnik eine wichtige Rolle, schließlich ist ohne „treibende Kraft“ keine Automatisierung denkbar. Wir haben mittlerweile 20 Jahre Erfahrung mit Motion Control gesammelt und kennen die Anforderungen und Wünsche der Anwender sehr gut.

Und was wünschen sich die Anwender?

Auf dem Weg zur Industrie 4.0 müssen Motoren und Steuerungen drei große Anforderungen erfüllen: dezentrale Intelligenz, Echtzeit-Kommunikation sowie Flexibilität beim Einsatz. Aus dem Markt kam die Anforderung nach einer flexiblen Regelung sowie die klare Ansage, dass Ethercat und ein USB-Anschluss Pflicht sind. Außerdem gab es immer wieder den Wunsch nach mehr und flexibleren I/O-Schnittstellen. Schnelle Bussysteme, synchrone Bewegungen sowie eine schnelle Regelung sind die Grundlage für hochdynamische Servosysteme in der Automatisierung und Robotik.

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Wie erfüllt die neue Generation der Motion Controller diese Anforderungen?

Wir haben den Fokus vor allem auf einfache Inbetriebnahme und Bedienbarkeit sowie auf durchdachte Funktionalität gelegt. So lassen sich die Controller über die durchgängig verwendeten und dem heutigen Industriestandard entsprechenden Stecker sehr leicht anschließen, auch das Zubehör ist vollständig und durchdacht. Außerdem haben wir die Anwendersoftware wesentlich verbessert. Für den Einsatz ohne übergeordnete Steuerung – diese Anwendungen sind schon jetzt stark vertreten – gibt es eine leistungsfähige und trotzdem einfach anzuwendende Programmierumgebung. Und: Sowohl Hard- als auch Software bieten bei Bedarf Erweiterungsmöglichkeiten.

Arbeiten die neuen Controller ausschließlich mit den Motoren aus dem Faulhaber-Portfolio?

Wie schon die bestehenden und auch weiterhin verfügbaren Produkte ist auch die Generation V3.0 auf unser Motorportfolio abgestimmt, aber nicht darauf begrenzt. Über die verschiedenen Schnittstellen – RS232, USB, Canopen oder Ethercat – lassen sich die Geräte in sehr unterschiedliche Umgebungen integrieren. Damit ist es wesentlich einfacher, auch Motoren von Fremdanbietern einzubinden. Sowohl Hard- als auch Software bieten Erweiterungsmöglichkeiten; wir passen beides nach wie vor auch an Kundenwünsche an. So kreieren wir für viele Kunden spezifische Software-Versionen, die dann auch nur für ihn per Sondernummer registriert und geschützt sind. Gleiches gilt für die Hardware: Auch hier realisieren wir unterschiedliche Formfaktoren und führen Anpassungen durch.

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Über den Autor

 Ute Drescher

Ute Drescher

Chefredakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht