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Schweißsteuerung Prozesssichere Schweißtechnik kombiniert mit intelligenter Antriebstechnik

| Redakteur: Katharina Juschkat

Audi beabsichtigt ab dem Jahr 2017 Werke in Europa mit Schweißtechnik von Bosch Rexroth auszurüsten. Die neue Kombisteuerung besteht aus der Verknüpfung von Schweißsteuerung und direktem Antrieb der Schweißzange. Aus der Lösung sollen höhere Prozessleistung durch bessere Kraftgenauigkeit und kürzere Taktzeiten entstehen.

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Bosch Rexroth und Audi vereinbaren eine Zusammenarbeit: Kombisteuerungen von Bosch Rexroth sollen ab 2017 in Audi-Werken eingesetzt werden.
Bosch Rexroth und Audi vereinbaren eine Zusammenarbeit: Kombisteuerungen von Bosch Rexroth sollen ab 2017 in Audi-Werken eingesetzt werden.
(Bild: Bosch Rexroth)

„Wir setzen die Kombisteuerungen von Bosch Rexroth seit rund drei Jahren in einem Pilotprojekt ein“, erklärt Günther Widmann, Koordinator der Widerstandpunktschweißen-Technik bei Audi. „Gemeinsam konnten wir die notwendigen Prozessentwicklungen durchführen, so dass aus dem Grundgedanken ein serienreifes System entstand.“ Die Lösung funktioniere mit fortschrittlicher Technologie, hoher Schweißgüte und Wirtschaftlichkeit. Als Systemanbieter liefert Bosch Rexroth zudem Transformatoren, führt Schulungen durch und betreut Anwender vor Ort bei der Inbetriebnahme sowie im laufenden Betrieb.

Prozesssichere Schweißsteuerung als sichere Verbindungslösung

Die wachsenden Anforderungen, die sich aus der Leichtbauweise moderner PKW ergeben, soll die Schweißtechnik erfüllen. Der verstärkte Einsatz von Aluminium, hochfesten Stählen, Kunststoffen und neuen Werkstoffen sorgt für einen großen Materialmix der Karosserie. Damit steigen die Herausforderungen hinsichtlich sicherer Verbindungen und für die beste Lösung dieser Schweißpunkte wird Highend-Technik benötigt.

Bosch Rexroth entwickelte mithilfe seiner Produkt- und Applikationserfahrung eine neue Lösung bestehend aus der prozesssicheren Schweißsteuerung PSI6000 und dem intelligenten Antriebssystem Indra Drive Cs. Die Antriebssteuerung der Schweißzange verlagert sich somit vom Roboter in die Schweißsteuerung.

Bosch kombiniert Schweißsystem mit Servoantrieb

„Die Kombisteuerungen erfüllen unsere Ansprüche an die prozesssichere Schweißqualität und Wirtschaftlichkeit“, so Günther Widmann. Das Schweißsystem mit Mittelfrequenz-Umrichter und integrierter Prozessüberwachung soll eine hohe Schweißpunktqualität haben, was die Prüfzyklen verlängern kann. Das wiederum senkt die Betriebskosten und macht das Produktionssystem flexibler.

Diese Technik kombiniert Bosch Rexroth nun mit dem Servoantrieb Indra Drive Cs. Damit übernimmt die Schweißsteuerung die Steuerung des Antriebs direkt. Die unmittelbare Nähe zum Schweißprozess soll den Kraftaufbau verbessern, der für die Regelgüte maßgebend ist. Druck und Ausgleich der Schweißzange greifen wegen des Antriebs direkt in die Schweißsteuerung ein. Die Faktoren Strom, Zeit und Kraft werden synchronisiert und die Taktzeit verkürzt. Und die einheitliche Bedienoberfläche soll die Programmierung und Diagnose der Schweißsteuerung sowie der Servozangenansteuerung erleichtern. (kj)

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