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PDM Produktdaten unkompliziert verwalten

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Die Herberger Metallwaren GmbH & Co. KG hat ein PDM-System eingeführt, das dezidiert für kleinere Unternehmen entwickelt wurde. Das Ergebnis: Es steht eine zentrale Datenbasis zur Verfügung, die (Varianten-)Konstruktion wird einfacher, die Transparenz ist hoch.

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Das MZV-System von DPS vereinfacht bei Herberger Metallwaren das Verwalten von Produktdaten.
Das MZV-System von DPS vereinfacht bei Herberger Metallwaren das Verwalten von Produktdaten.
(Bild: DPS)

Die 1965 gegründete Herberger Metallwaren GmbH & Co. KG in Baiersdorf bei Nürnberg beschäftigt rund 40 Mitarbeiter und wird seit 2010 in zweiter Generation von Dipl.-Ing. Thomas Herberger geführt. Das Unternehmen fertigt u.a. Gehäuse und Schaltschränke in kleinen und mittleren Serien (bis 1000 Stück pro Jahr) für den Maschinenbau und die Medizintechnik und arbeitet dabei mit großer Engineering-Kompetenz und hoher Fertigungstiefe.

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Der Maschinenpark für die Blechbearbeitung und Zerspanung, der dabei zum Einsatz kommt, ist hochmodern, ebenso die IT-Infrastruktur mit MES- und ERP-System. Die Konstrukteure arbeiten seit vielen Jahren mit Solidworks als 3D-CAD-Plattform. Angesichts der zunehmenden Anzahl von Projekten sahen sie sich mit einem stetig wachsenden Datenbestand konfrontiert – und, als eine der Konsequenzen, mit zahlreichen „Dubletten“ bei der Benennung von Komponenten. So enthielt die Dateiablage mehr als 350 Dateien mit der Bezeichnung „Zuschnitt“, mehr als 280 „Winkel“ und über 230 „Deckel“.

Revisionen einfach verwalten

Der Wunsch nach einer einheitlichen Datenstruktur ist deshalb verständlich. Thomas Herberger: „Wir wollten ein Produktdatenmanagement (PDM) einführen, das zugleich auch ein einfaches Management von Revisionsständen und – für Eigenkonstruktionen – die Bereitstellung von Vorlageprojekten ermöglicht.“

Die naheliegendste Lösung – Solidworks PDM Professional – wurde geprüft, im ersten Schritt aber als zu „groß“ für den konkreten Bedarf bewertet. Besser passte ein Software-Paket, das die DPS Software GmbH – die Herberger als Solidworks-Partner seit Jahren betreut – auf der Basis von Solidworks PDM Professional entwickelt hat: das MZV-Paket.

Schnell betriebsbereit

Das Kürzel steht für „Modell- und Zeichnungsverwaltung“ und im Kern handelt es sich um ein PDM-System, das DPS für kleinere Betriebe einsatzfähig vorkonfiguriert hat. Somit kann der Anwender dieses System ohne Consulting-Aufwand innerhalb eines Tages einsetzen – inklusive Installation und Anwenderschulung.

Dieses Ziel wurde – nach vorheriger überschaubarer Anpassung des Workflows – bei Herberger erreicht. Thomas Herberger: „Wir haben auf Anhieb eine Struktur geschaffen, die in sich konsistent ist und mit der wir gut arbeiten können.“ Und das ohne große externe Unterstützung: „Ab und zu holen wir uns einen Rat bei der Hotline von DPS, aber mehr Hilfe war und ist nicht erforderlich.“

Einheitliche Daten

Jedes Mal, wenn die Konstrukteure nun ein vorhandenes Projekt aufrufen, um einen Fertigungsauftrag vorzubereiten oder eine Variante zu konstruieren, wird es so bearbeitet, dass es anschließend in die MZV „geschoben“ und dort abgelegt werden kann. So wandern die vereinheitlichten Daten nach und nach in den zentralen Datentresor. Dabei ist ein weiteres Tool hilfreich, das DPS seinen Kunden kostenlos anbietet: Das „Table Add-in“ liest bereits vorhandene Daten aus dem ERP-System aus und überträgt sie ins PDM-System.

Durchgängiger Daten- und Informationsfluss

Bei Herberger ist das PDM sowohl mit dem ERP-System als auch mit dem MES verbunden, so dass ein durchgängiger Daten- und Informationsfluss gewährleistet ist. Das erhöht die Transparenz und vereinfacht die Planung und Terminierung bis herab auf die Ebene der Auslastung einzelner Maschinen und das projektübergreifende Zuschneiden von Blechtafeln.

Ebenfalls vereinfacht wird die Konstruktion neuer Varianten. Thomas Herberger: „Man kann in der MZV sehr einfach eine Strukturkopie anlegen. Das ist ein Duplikat des Vorlageprojektes mit neuer Benennung. So kommt der Konstrukteur gar nicht in Versuchung, das Original zu verändern.“

Erleichterung für Konstruktion und Fertigung

Im Ergebnis können die Verantwortlichen von Herberger festhalten, dass die Einführung des „kleinen“ PDM-Systems reibungslos funktioniert hat und das System nun – bestens eingepasst in die IT-Infrastruktur – eine große Erleichterung für die Konstruktion und ebenso für die Fertigung bedeutet. Das betrifft auch die eigene Produktlinie, die Herberger kürzlich von einem Kunden übernommen hat: Die flexiblen Halterungen für Computer, Laptops und Tablets in Fahrzeugen sind sehr gefragt und kommen z.B. in Liefer- und Servicefahrzeugen sowie in Staplerflotten zum Einsatz. (mz)

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