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PLM PLM für die Zukunft: das Silodenken auflösen

| Autor / Redakteur: Andreas Müller / Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Künftige PLM-Lösungen müssen unternehmensweite Transparenz schaffen und, damit verbunden, Daten managen, Prozesse verändern sowie das Silodenken auflösen.

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Viele PLM-Implementierung starten mit einer großen Vision. Übrig bleiben jedoch oft nicht mehr als leere Versprechungen und komplizierte Systemkonstruktionen.
Viele PLM-Implementierung starten mit einer großen Vision. Übrig bleiben jedoch oft nicht mehr als leere Versprechungen und komplizierte Systemkonstruktionen.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Viele PLM-Implementierung starten mit einer großen Vision. Am Ende bleiben nach einer jahrelangen Implementierung jedoch oft nicht mehr als leere Versprechungen und komplizierte Systemkonstruktionen. Dabei wurden sie ursprünglich größtenteils aufgrund ihres Funktionsumfangs ausgewählt – mit der Intention, den gesamten Lebenszyklus eines Produktes zu steuern. Am Ende muss nicht selten der Einsatzzweck des PLM-Systems stark begrenzt werden, um es überhaupt in den Produktiveinsatz zu schaffen.

PLM-Implementierung scheitern häufig

Dabei betreiben viele Unternehmen mittlerweile sogar die dritte oder vierte Generation von PLM-Systemen. Trotzdem sind sie häufig nicht in der Lage, neueste Technologien zu nutzen und sie für alle ursprünglich vorgesehenen Einsatzgebiete zu verwenden. Das liegt vor allem daran, dass Architekturen und Darstellungen modifiziert werden müssen, die für eine solche Anpassung nie vorgesehen waren. So sind Unternehmen gezwungen, Geld für Software-Wartung und andere Ressourcen auszugeben, um Legacy-Systeme weiterführen zu können.

Damit einher geht: Neue Funktionen und Anwendungen, die auf aktuelle Technologien setzen, lassen sich nicht schnell genug ausrollen. Die vorhandenen PLM-Implementierungen bleiben am Fleck und geraten immer weiter in Rückstand. So wird eine schlechte technische Umsetzung zu einer immer größeren finanziellen Belastung für das Unternehmen. Schließlich wächst die „technische Schuld“ und es wird immer schwieriger, neue Upgrades zu rechtfertigen. Budgets sollten eigentlich dazu dienen, um Innovationen zu ermöglichen und sich auf neue Geschäftsanforderungen einzustellen. Stattdessen werden sie für die Aufrechterhaltung von Legacy-Systemen verbrannt.

Neue Herausforderungen durch veränderte Rahmenbedingungen

Bisher glichen viele PLM-Implementierungen eher einem Product-Data-Management-System und blieben in der Silofalle stecken. Doch künftige PLM-Lösungen müssen weitaus mehr können. Bei ihnen wird es darum gehen, unternehmensweite Transparenz zu schaffen und damit verbunden, Daten zu managen, Prozesse zu verändern sowie das Silodenken hinter sich zu lassen. Doch die Rahmenbedingungen haben sich stark verändert.

Digitalisierung verändert die Anforderungen

Technologie entwickelt sich fast exponentiell weiter, dringt in immer neue Bereiche vor und wächst mit diesen auf unterschiedliche Weise zusammen. Das zeigt sich in Anwendungsfeldern wie Social Media, Mobile, Analytics, Cloud, KI, ML, AR/VR und IoT. So prognostiziert IDC einen Anstieg der weltweiten Daten von 33 Zettabytes im Jahr 2018 auf 275 im Jahr 2025 (The Digitization of the World – From Edge to Core, IDC, 2018). Darüber hinaus wünschen sich Kunden vernetzte und digitalisierte Produkte. Die größere Komplexität stellt jedoch neue Anforderungen an die Hersteller. Sie müssen agilere Lieferketten aufbauen, um der Nachfrage gerecht zu werden.

PLM-System muss mit den Anforderungen wachsen

In diesem Zusammenhang hat „Out of the Box“ seine Gültigkeit größtenteils verloren. Umfassend, einfach zu implementieren, hochgradig konfigurierbar, das klingt erst einmal gut. PLM-Anbieter aber ausschließlich an diesen Anforderungen messen zu wollen, macht heute keinen Sinn mehr: Um Schritt halten zu können, hatten viele traditionelle Anbieter von Out-of-the-Box-Lösungen einfach immer mehr Technologie integriert. Darunter befanden sich getrennte Architekturen, die es zu integrieren galt. Die Komplexität wuchs damit kontinuierlich.

Es macht mehr Sinn, auf eine robuste Lösung wie die Aras Product-Innovation-Plattform zu setzen. Sie ermöglicht es Nutzern, Aktualisierungen durchzuführen und neueste Technologien zu integrieren. Eine solche Lösung wächst mit den Anforderungen. Anwender können darauf zum Beispiel einfach konfigurieren, No- und Low-Code-Entwickler-Tools nutzen und Komponenten einfach erweitern sowie Systeme miteinander verknüpfen.

Vorbereitet auf die Zukunft

Wie aber sehen die Prozesse von morgen aus? Niemand kann das genau vorhersagen. Neue Technologien, Firmenübernahmen oder Eingliederungen sowie der permanente Wettbewerbsdruck können sich auf künftige Unternehmensabläufe auswirken. Vor diesem Hintergrund ist es besonders wichtig, einer robusten und stets aktuellen PLM-Technologie zu vertrauen. Sie sollte die Integration mit allen benötigten Technologien ermöglichen sowie alle vorstellbaren Datenbestände aufnehmen und mit ihnen arbeiten können. Ist das der Fall, haben Unternehmen die besten Voraussetzungen, um sowohl das Tagesgeschäft effizient zu führen als auch auf unvorhergesehene Ereignisse agil zu reagieren.

Um Unternehmen auf die Zukunft vorzubereiten, kommt dem PLM-Anbieter eine spezielle Rolle zu. Er muss eine stets aktuelle und flexible Plattform zur Verfügung stellen, die sich einfach skalieren, erweitern, anpassen und mit vielen anderen Technologien integrieren lässt. So sieht die perfekte PLM-Lösung für morgen aus.

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