Hohlwellenmotor Platz sparende lineare Antriebseinheit

Autor / Redakteur: Jürgen Rapp & Andreas Zeiff * / Stefanie Michel

Lineare Antriebslösungen für große Kräfte bei hoher Präzision sind heute in vielen Bereichen gefragt. Als Kraftquelle kommen dabei im Wesentlichen nur hydraulisch oder pneumatisch betriebene Zylinder sowie elektrisch angetriebene Lösungen in Betracht. AMK Arnold Müller erweiterte dieses Kompaktprinzip durch die Integration der Hochlastlager in den Motor. So entstand mit dem Hohlwellenmotor Spindasyn eine Platz sparende Antriebseinheit.

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Im Leistungssport sind Siegertypen gefragt. Zweifelsfrei gilt der Zehnkampf dabei noch immer als Königsdisziplin. Hier siegt nur, wer alle Disziplinen beherrscht. In der Antriebstechnik gelten diese Anforderungen nicht minder: Universalisten garantieren den Erfolg, wie am Beispiel von Linearantrieben deutlich wird. Für lineare Antriebslösungen für große Kräfte bei hoher Präzision kommen als Kraftquelle im Wesentlichen nur drei Aktorarten in Betracht: hydraulisch oder pneumatisch betriebene Zylinder sowie elektrisch angetriebene Lösungen.

Im Gegensatz zu Hydraulik und Pneumatik sind die elektrischen Hohlwellenmotoren ohne Zusatzaggregate betriebsbereit. AMK Arnold Müller aus Kirchheim/Teck entwickelte durch die Integration der Hochlastlager in den Motor den Platz sparenden Hohlwellenmotor Spindasyn. Wie im Zehnkampf vereint auch dieser bei einer großen Bandbreite von „Disziplinen“ viele positiven Produkteigenschaften und ist damit für den universellen Einsatz prädestiniert.

Hohlwellenmotoren können groß bauende Spindelantriebe ersetzen

Lineare Bewegungen werden oft über Pneumatik- und Hydraulikzylinder als Aktor umgesetzt. Bauen die Zylinder selbst noch relativ kompakt, so benötigen die erforderlichen Nebenaggregate viel Platz. Hinzu kommen Wartungskosten oder Sicherheitseinrichtungen gegen Ölaustritt bzw. platzende Schläuche.

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Ob als Linearmotoren, Spindelantriebe mit externem Motor oder „In-Line-Lösung“ mit Hohlwellenmotor – elektrische Antriebe sind im Gegensatz dazu im Vorteil. Allen Elektroantrieben gemeinsam ist die einfache Energieversorgung über Kabel und (Servoumrichter-) Ansteuerung. Wartungsintensive Nebenaggregate sind nicht notwendig.

Heutige Linearmotoren lassen sich zwar sehr präzise steuern und sind hochdynamisch, erreichen aber nur eine geringe Hubkraft. Für hohe Kräfte bei präziser Positionierung eignen sich dagegen Spindelantriebe besonders. In herkömmlicher Ausführung mit seitlich versetztem, externem Antriebsmotor und der nötigen externen Spindellagerung baut das Gesamtsystem aber vergleichsweise groß. Hier können Hohlwellenmotoren mit integrierten Hochlastlagern Abhilfe schaffen.

Kompakte Antriebslösung mit hoher Dynamik

In der industriellen Praxis sind in der Regel nicht einzelne Spitzenleistungen gefragt. Ein Antrieb muss in jeder Disziplin punkten können, Schwächen bei einzelnen Eigenschaften reduzieren die breite Anwendungseignung.

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