Hohlwellenmotor

Platz sparende lineare Antriebseinheit

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Hohlwellenmotoren sind Antriebe, deren Bauraum prinzipbedingt aufs Nötigste reduziert ist. Das Spindel-Mutter-System wird direkt an der Motorhohlwelle angeflanscht und „ersetzt“ so die konventionelle Antriebsachse normaler Elektromotoren. Diese Antriebsausführung sorgt für hohe Kraft, Energieeffizienz, Leistungsdichte und Zuverlässigkeit. Was Positioniergenauigkeit, Geschwindigkeit und Baugröße betrifft, können die Antriebe ebenfalls beste Werte auf. Die kompakte Bauform bedeutet zudem geringes Massenträgheitsmoment, was der Dynamik des Antriebes zugute kommt.

Die Zusatzperipherie beschränkt sich auf eventuell nötige externe Sensoren. Je nach Ausführung lassen sich sowohl extreme Hubkräfte bereitstellen als auch hohe Verfahrgeschwindigkeiten erreichen.

Hochlastlagerung ist in den Motor integriert

Die Kirchheimer Spezialisten verbesserten den Nutzwert der Antriebe indem sie die Hochlastlagerung in den Motor integrierten. Das spart zusätzlich Bauraum, reduziert Montagekosten und eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten. Eine Zentralschmierung im optionalen Anschlussflansch gewährleistet eine kontinuierliche Fett- oder Ölversorgung der Spindelmutter. So entfallen die sonst nötigen Stillstandszeiten für die Nachschmierung.

Der Antrieb ist für den flexiblen Einbau geeignet. Er kann sowohl fest an einem Anlagenteil montiert sein als auch mobil auf einer feststehenden Spindel bewegliche Komponenten verfahren. Zudem können mehrere Motoren auf einer gemeinsamen Spindel betrieben werden. Dank der elektronischen Ansteuerungen ist eine exakte Positionierung bei hoher Wiederholgenauigkeit möglich.

Für Hohlwellenmotoren spricht auch die Möglichkeit, eine Energie-, Sensor- oder Druckluft- bzw. Kühlmittel-Zuführung durch die hohle Motorachse zu legen. So lassen sich bewegliche Achsen einfach versorgen. Das neue Konzept bietet ein großes Einsatzspektrum, da der Antriebsmotor und die Spindel-Mutter-Ausführung jeweils getrennt voneinander optimiert werden können. Für den Konstrukteur bedeutet das Prinzip der drehenden Mutter zudem den Vorteil der höheren Geschwindigkeiten bei langen Hüben.

Flexibles Baukastensystem sorgt für breite Auswahl

Um den Anwendern eine möglichst breite Auswahlvielfalt zu bieten, sind die Spindasyn-Hohlwellenmotoren nach einem modularen Baukastenprinzip aufgebaut: das durchgängige Programm der wahlweise flüssigkeits- oder konvektionsgekühlten Motoren reicht von 11 bis 500 Nm Dauerdrehmoment, das Spitzenmoment beträgt bis 1500 Nm. Die axiale Tragkraft der eingebauten Lagerung deckt eine enorme Bandbreite bis hin zu 570 kN bei hoher statischer Tragsicherheit ab.

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Die Motoren sind mit präzisen Multiturn-Absolutwertgebern im Motorgehäuse ausgerüstet und entsprechen der Schutzart IP 54. Dadurch sind sie auch für raue Umgebungsbedingungen bestens geeignet. Alle Motoren können optional mit einer Festhaltebremse versehen werden, um die Anlage in sicherer Stellung zu fixieren. So erhält man individuell konfigurierte Antriebe für praktisch alle Einsatzfälle.

Zeit ist Geld und umweltfreundliche Konstruktionen mit hoher Effizienz bei geringstem Materialeinsatz liegen im Trend. Diese Ansprüche erfüllen die kompakten Hohlwellenantriebe mit integrierter Lagerung. Lange Lebensdauer durch ausgesuchte Komponenten und effektive Kühlung auch im Dauereinsatz senken die „cost of ownership“. Für den Anlagenhersteller reduzieren sich die Installations- und Lagerhaltungskosten bei gleichzeitig höherer Flexibilität in der Anlagenauslegung.

SPS/IPC/DRIVES: Halle 4, Stand 210

* Jürgen Rapp ist Leiter Technisches Marketing bei AMK Arnold Müller, Dipl.-Chem. Andreas Zeiff vom Redaktionsbüro Stutensee

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