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Greifer Optimierter Universalgreifer packt kräftiger zu

| Redakteur: Jan Vollmuth

Der neue Universalgeifer PGN-Plus von Schunk definiert an den entscheidenden Stellen eine neue Leistungsklasse.

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Aufgrund ihrer hohen Zuverlässigkeit haben sich die Universalgreifer Schunk PGN-plus unter anderem in der Automobilindustrie seit Jahren bewährt. Mit der neuen Generation baut Schunk die Stärken des Greifers noch weiter aus.
Aufgrund ihrer hohen Zuverlässigkeit haben sich die Universalgreifer Schunk PGN-plus unter anderem in der Automobilindustrie seit Jahren bewährt. Mit der neuen Generation baut Schunk die Stärken des Greifers noch weiter aus.
(Bild: Schunk)

„Einbauen und vergessen“ – seit mehr als 15 Jahren haben sich die Greifer von Schunk der Baureihe PGN-Plus als Rundum-Sorglos-Komponenten der Greiftechnik einen Namen gemacht. Ihr charakteristisches Merkmal, die von Schunk entwickelte und patentierte Vielzahnführung, gilt als Schlüssel des Erfolgs.

Verteilte Belastung

Im Gegensatz zur klassischen T-Nutenführung, bei der sämtliche Kräfte und Momente von nur zwei Führungsbahnen geschultert werden, verteilen sich die Belastungen bei der Vielzahnführung auf mehrere parallel angeordnete Prismenführungen. Belastungsspitzen werden auf diese Weise eliminiert. Der Verschleiß sinkt. Stabilität, Präzision, Prozessstabilität und Lebensdauer steigen. Bei gleicher Greifergröße konnten seither höhere Greifkräfte realisiert und längere Finger eingesetzt werden. Das Führungsprinzip gewährleistet eine dauerhaft exzellente Wiederholgenauigkeit von 0,01 mm.

Zudem sorgt ein Ovalkolbenantrieb für hohe Kräfte auf kleinem Bauraum. Verglichen mit konventionellen runden Kolben wird die Energie beim Ovalkolben wesentlich effizienter in Greifkraft umgewandelt, wodurch sich besonders kompakte, leistungsdichte Lösungen realisieren lassen. Die Schrägzugfläche des Keilhakenantriebs wiederum hatte man bewusst groß ausgelegt, um den Verschleiß zu minimieren.

Hocheffektives Finetuning

Mit dem Verkaufsstart des Nachfolgers zur Automatica 2016 läutet das Unternehmen nun eine neue Ära seiner Universalgreifer ein. Das Rad wird dabei nicht neu erfunden. Vielmehr geht es um ein hocheffektives Finetuning, das dem technologischen Fortschritt geschuldet ist und enorme Reserven freisetzt. So ermöglicht der neue PGN-Plus bis zu 50 % längere Greiferfinger und eine bis zu 120 % höhere Fingerbelastung. Gerade wenn der Bauraum eingeschränkt ist oder die Finger seitlich weit auskragen, bietet er eine noch größere Flexibilität als sein Vorgänger.

Das Vorgängermodell: Der PGN-Plus hat sich bereits vielfach bewährt

Den Hebel hierfür hat Schunk auch diesmal bei der Grundbackenführung angesetzt: Während die sechs Führungszähne beim Vorgängermodell eher zierlich wirkten, sind sie beim neuen PGN-Plus sehr viel massiver ausgeführt. Das um bis zu 40 % vergrößerte Stützmaß ermöglicht eine noch höhere Momentenaufnahme und damit den Einsatz noch längerer Finger. Die Grundbacken werden wie schon beim Vorgänger aufwändig manuell geschliffen und individuell an das jeweilige Gehäuse angepasst. Auch wer bei Fingerlänge und Belastung nicht an die Grenzen des Machbaren geht, profitiert von der Robustheit der neuen Führung – erst recht, wenn es einmal unvorhergesehen hart auf hart kommt. Im betrieblichen Alltag wird der neue PGN-Plus künftig so manchen Fehler verzeihen, wo andere Greifer längst einknicken.

Wartungsfrei dank Dauerschmierung

Die robuste Vielzahnführung hat Schunk bei der neuen Greifergeneration zusätzlich mit komplett umlaufenden Schmierstofftaschen veredelt. Deren Schmierstoffvorrat gewährleistet, dass auch bei kurzen Hüben sämtliche Zähne nach dem Prinzip der Minimalmengenschmierung kontinuierlich mit einem Gleitfilm benetzt werden. Abgesehen von Anwendungen bei hohen Umgebungstemperaturen oder extremer Verschmutzung sind die Greifer damit lebenslang wartungsfrei.

Zwei entscheidende Merkmale werden gerade Konstrukteure und Anlagenplaner hellhörig machen: Bei voller Kompatibilität zum Vorgängermodel ist es Schunk bei der neuen Generation gelungen, die Fläche des seit jeher überlegenen Ovalkolbenantriebs nochmals um 15 % zu vergrößern und den Modulen damit noch mehr Greifkraft zu verleihen. Zudem war es aufgrund des konstruktiven Vorteils der Vielzahnführung möglich, den für den Backenantrieb verantwortlichen Keilhaken noch größer auszuführen und damit die Schrägzugfläche der Keilhakenmechanik, also den neuralgischen Punkt moderner Greifer, noch weiter zu verbreitern. Damit erzielt die neue Greifergeneration in allen Hublagen eine Flächenüberdenkung, die erheblich über den Werten vergleichbarer Greifer am Markt liegt. Entsprechend gering ist der Verschleiß.

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