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3D-CAD-Software NX von Siemens setzt jetzt auf Convergent Modeling

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Siemens PLM Software hat die neue Version 11 der Software NX angekündigt. Highlights sollen u.a. eine neue Technologie sein, die bei der Optimierung von Bauteilen für den 3D-Druck unterstützt. Weil weniger Aufwand für die Umwandlung von Daten betrieben werden muss, wird das Konstruieren beschleunigt.

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Die Convergent-Modeling-Technologie ermöglicht es, gescannte 3D-Daten als Facetten zu importieren und damit in Verbindung mit flächen und Solids direkt zu arbeiten.
Die Convergent-Modeling-Technologie ermöglicht es, gescannte 3D-Daten als Facetten zu importieren und damit in Verbindung mit flächen und Solids direkt zu arbeiten.
(Bild: Siemens PLM Software)

Einen Durchbruch in der digitalen Produktentwicklung verspricht Siemens PLM Software mit der aktuellen Version der Software NX: Die brandneue Modellierungsmethode Convergent Modeling vereinfacht das Arbeiten mit Geometrien, die aus einer Kombination aus Facetten-, Flächen- und Volumenkörpern bestehen. Eine zeitaufwendige Datenumwandlung erübrigt sich. Convergent Modeling unterstützt Konstrukteure dabei, Bauteile für den 3D-Druck aufzubereiten. Gleichzeitig beschleunigt sie den gesamten Konstruktionsprozess und ermöglicht es, Reverse-Engineering-Technologien als effizientes Vorgehen in der Produktentwicklung zu etablieren, heißt es.

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NX 11 enthält darüber hinaus zahlreiche weitere Verbesserungen über die gesamte Computer Aided Design, Manufacturing und Engineering (CAD/CAM/CAE)-Lösung hinweg. Dazu zählen die nächste Generation von 3D-CAE, unterstützt durch die Software Simcenter 3D, sowie verbesserte CAM-Produktivität mit Werkzeugen für Robotik und Hybrid Additive Manufacturing.

NX CAD Quick Tips - NX 11 User Interface Changes

„Siemens investiert kontinuierlich in die zentralen Produkte, um innovative Funktionen wie Convergent Modeling zu bieten. Die Technologie wird die digitale Produktentwicklung grundlegend verändern“, so Joe Bohman, Vice President, Product Engineering Software, Siemens PLM Software. „Wir gehen davon aus, dass sich Convergent Modeling zu einem entscheidenden Werkzeug für den effizienten Umgang mit Facettengeometrien entwickelt. Die völlig neue Technologie wird für eine enorme Kosten- und Zeitersparnis sorgen und die fehleranfällige Phase der Nachbearbeitung komplett eliminieren, die im Umgang mit gescannter Geometrie bisher an der Tagesordnung ist. Sie füllt zudem die bisherigen Lücken der traditionellen CAD-Modellierung, wenn es um die Optimierung von Teilen für den 3D-Druck geht. NX11 vereinfacht den Konstruktionsprozess und treibt die Weiterentwicklung additiver Fertigung voran. So unterstützen wir Unternehmen dabei, ein ganz neues Level an Kreativität in der Produktentwicklung zu erreichen.”

Flexibel optimale Formen konstruieren

Die Produktentwicklung basiert zum Teil auf traditionellen Werkstoffen und gängigen Fertigungsansätzen. Neue Techniken wie die additive Fertigung öffnen die Tür für Konstruktionen mit neuen Formgebungen, die verbesserte Produkteigenschaften ermöglichen. Traditionelle CAD-Technologien für herkömmliche Fertigungsmethoden kommen an ihre Grenzen, wenn es darum geht, Konstruktionen für die additive Fertigung zu optimieren. Convergent Modeling beseitigt diese Einschränkungen: Konstrukteure können flexibel und schnell neue, optimale Formen kreieren, indem sie die Werkstoffe und Techniken nutzen, die durch die additive Fertigung zur Verfügung gestellt werden.

Daten aus dem Reverse Engineering einfach in NX bearbeiten

In ähnlicher Weise vereinfacht Convergent Modeling den Arbeitsprozess mit gescannten Daten. Anwender aus verschiedenen Branchen wie der Medizin-, Automobil- und Konsumgüterindustrie verwenden zunehmend gescannte 3D-Daten als Teil des Konstruktionsprozesses. Reverse Engineering bestehender Konstruktionen war bisher ein teurer und langwieriger Prozess: Gescannte Daten bedeuteten, dass die Facettengeometrie unter großem Zeitaufwand manuell in Flächen und Volumenkörper umgewandelt werden mussten, bevor sie für die weitere Modellierung verwendet werden konnten. Insbesondere komplexe Formgebungen erfordern umfangreiche Nachbearbeitung, um für 3D-Druck, Formenbau, Analysen oder für andere Zwecke verwendbar zu sein.

Convergent Modeling reduziert Nachbesserungsaufwand

Das Reverse-Engineering-Verfahren kann Tage bis Wochen in Anspruch nehmen. Convergent Modeling reduziert die Notwendigkeit für diese Nachbesserung, indem die gescannten Daten als Facetten bereitgestellt werden, die direkt in NX 11 bearbeitet werden können. So entfällt die Notwendigkeit, Flächen abzubilden, Volumenkörper zu erstellen oder anderer manueller Arbeiten zur Geometrieerstellung. Mit Convergent Modeling können Anwender darüber hinaus gescannte Daten sofort für den Formenbau verwenden, sie in eine Baugruppe integrieren, analysieren oder einen beliebigen herkömmlichen CAD-Arbeitsschritt ausführen.

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