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Oldtimer Nürnberger Ur-Gesteine auf der Retro Classics Bavaria

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die ganze Welt der Automobil-Klassiker präsentiert sich zum ersten Mal in den Hallen der Nürnberg Messe: Auf der Retro Classics Bavaria können Besucher vom 9. bis 11. Dezember 2016 Oldtimer und eine Sonderschau zur Zweiradherstellung bewundern.

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Auf der Messe zu sehen ist u.a. der Prototyp einer Victoria-Bergmeister-Geländemaschine.
Auf der Messe zu sehen ist u.a. der Prototyp einer Victoria-Bergmeister-Geländemaschine.
(Bild: RETRO Messen GmbH)

Dieses Jahr findet die erste Retro Classics Bavaria auf der Nürnberg-Messe statt und zeigt die schönsten Fahrzeuge der Automobilgeschichte. Vom 9. bis 11. Dezember kommen Besucher und Aussteller aus aller Welt zusammen, um die historischen Fahrzeuge zu bewundern und Gleichgesinnte zu treffen. In ihrer Grundidee lehnt sich die Messe an Europas größte Oldtimer-Messe, die Retro Classics in Stuttgart, an und präsentiert Sammlern und Oldtimer-Freunden kurz vor Weihnachten noch einmal die schönsten und seltensten Automobil Raritäten.

Automobile Kultur als Bestandteil der deutschen Gesellschaft

Schirmherr der Messe ist der ehemalige bayrische CSU-Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein, der in Nürnberg lebt. „Ich freue mich für Nürnberg, dass eine neue Messe rund um das Thema Automobilität hier Fuß fasst. Damit wird die Rolle, die die Messestadt Nürnberg für den nordbayerischen Raum und die angrenzenden Nachbarländer innehat, verdeutlicht. Als Schirmherr der Messe ist es mir wichtig zu betonen, dass die automobile Kultur ein fester Bestandteil der deutschen Geschichte ist. Auch als Wirtschaftsfaktor ist die Klassiker-Branche von Bedeutung, da sich historische Automobile einer wachsenden Beliebtheit erfreuen.“

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Markenzeichen der Retro Classics sind die Sonderschauen. In Nürnberg wird die Rolle der Region als zeitweise führende Gegend in der Zweiradherstellung gezeigt. In Zusammenarbeit mit dem Museum Industriekultur und dem Nürnberger Automobilsammler Christian Silberhorn werden besondere Motorräder in ihrer Originalität zu sehen sein. Ardie, Zündapp, Spatz und Janus sind Namen, die eng mit der Entwicklung vom Zweirad zum Automobil zusammenhängen.

Fahrzeuge aus allen Epochen zu sehen

Gezeigt wird unter anderem der Prototyp einer Victoria-Bergmeister-Geländemaschine. Die Bergmeister, als Spitzenmodell von Victoria 1953 auf den Markt gebracht, hatte ein glattflächig-ästhetisches Design, das Vergaser und Zündanlage im Motorblock integrierte. Die anfangs guten Verkaufszahlen gingen ab 1957 dramatisch zurück, woran auch die sportlichen Erfolge im Gelände mit diesem Modell nichts änderten. Der Victoria-Versuchsingenieur Harald Oelerich, der für die sportlichen Einsätze zuständig war, entwickelte seine persönliche Geländemaschine mit Hinterradschwinge und anderen technischen Detailverbesserungen. Dieser Prototyp ist in unverbautem Zustand erhalten geblieben.

Neben den Sonderschauen erwarten die rund 300 Aussteller aus ganz Europa mit Fahrzeugen aus allen Epochen rund 20.000 Besucher, um einen gelungenen Saisonabschluss zu erleben.(kj)

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