Fachmesse SPS auch 2025 mit starkem Besucherplus

Von Sandro Kipar 2 min Lesedauer

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Während andere etablierte Industriemessen ins Straucheln geraten, bleibt die SPS in Nürnberg auf Erfolgskurs. Nach einem erfolgreichen Jahr 2024 kann die Fachmesse auch 2025 einen Zuwachs an Besuchern verzeichnen.

Besucher erlebten auf der SPS, wie sich Theorie und Praxis sinnvoll verbinden lassen.(Bild:  Mesago Messe Frankfurt GmbH / Arturo Rivas)
Besucher erlebten auf der SPS, wie sich Theorie und Praxis sinnvoll verbinden lassen.
(Bild: Mesago Messe Frankfurt GmbH / Arturo Rivas)

Die SPS 2025 hat erneut ihre Rolle als Leitmesse der industriellen Automatisierung bestätigt. Laut einer Mitteilung verzeichnete das Branchenhighlight in Nürnberg rund 56.000 Fachbesucher sowie 1.175 Aussteller (2024: 51.291 Besucher, 1.114 Aussteller), die in 15 Hallen ihre Lösungen für smarte und digitale Produktion präsentierten.

Für viele Unternehmen war die Fachmesse auch ein Stimmungstest. Die deutsche Industrie kam seit der Corona-Pandemie nicht mehr aus dem Krisenmodus heraus und wartet auf einen Aufschwung. Rainer Brehm, Digital Industries COO für Automation Business und CTO der Siemens AG sowie Vorstandvorsitzender des Fachverbands Automation beim ZVEI, fasst die Gemütslage der Branche auf der SPS so zusammen: „Die Stimmung ist nicht euphorisch, aber zuversichtlich.“ Die wirtschaftliche Lage stabilisiere sich vor allem für die Chemie- und die Autobranche. Der Maschinenbau in Deutschland schreibt aktuell noch rote Zahlen, so Brehm. Mit Blick auf den Innovationsdruck am Markt, vor allem durch China, schätzt Brehm: „In der Digital- und Elektroindustrie haben wir noch einen Vorsprung. Die Politik muss daran anknüpfen und die Entwicklung von Zukunftstechnologien wie KI unterstützen.“ Vor allem der AI Act, der für Europa den Umgang mit KI regeln soll, wird vom ZVEI als Innovationshürde gesehen und massiv kritisiert.

Die nächste Automatisierungswelle

Die neuen Technologien bieten auch neue Geschäftsmöglichkeiten, weiß Brehm. „Wir stehen vor einer neuen Automatisierungswelle. In Zukunft können wir die Automatisierung dazu befähigen, eigene Entscheidungen zu treffen.“ Mithilfe von KI könne ein Unternehmer seiner Anlage ein Ziel vorgeben und die Maschine entscheidet dann selbst, wie sie dieses Ziel am besten erreicht. Für Brehm ist es der Wandel von der Automatisierung zur „Software Defined Industry“.

Im Mittelpunkt standen deshalb auf der Fachmesse in Nürnberg zahlreiche KI-basierte Anwendungen, die von adaptiven Steuerungen über automatisierte Qualitätsprüfungen bis hin zu datengetriebener Instandhaltung reichten. Vor allem die Vielzahl praxisnaher Live-Demos zeigte, wie weit Industrial AI bereits in reale Produktionsprozesse vorgedrungen ist und welches Potenzial noch ungehoben bleibt.

Die nächste SPS findet vom 24. bis zum 26. November 2026 statt.

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