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Fahrerassistenzsystem

Neues Fahrerassistenzsystem warnt vor Kollisionen und bremst selbständig

| Redakteur: Jan Vollmuth

Der Job des Tramfahrers verlangt jede Sekunde volle Konzentration. Im dichten Verkehrsgeschehen in den Innenstädten kann es sonst jederzeit zu einer Kollision mit anderen Straßenbahnen, Autos oder Lastwagen kommen. In Frankfurt fahren bald die ersten Bahnen mit neuer Bosch-Technik, die solche Unfälle aktiv verhindern können.

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Das neue Kollisionswarnsystem für Stadt- und Straßenbahnen der Bosch Engineering GmbH erfasst mit jeweils einem Radar- und Videosensor Fahrzeuge, Busse, benachbarte Schienenfahrzeuge und feststehende Hindernisse auf dem Schienenweg. Erkennt das System ein Unfallrisiko, warnt es den Zugführer und bremst die Bahn selbständig ab.
Das neue Kollisionswarnsystem für Stadt- und Straßenbahnen der Bosch Engineering GmbH erfasst mit jeweils einem Radar- und Videosensor Fahrzeuge, Busse, benachbarte Schienenfahrzeuge und feststehende Hindernisse auf dem Schienenweg. Erkennt das System ein Unfallrisiko, warnt es den Zugführer und bremst die Bahn selbständig ab.
( Bild: Bosch )

Ein neues Fahrerassistenzsystem warnt den Tramfahrer zunächst rechtzeitig vor einer drohenden Kollision. Greift dieser nicht oder zu spät ein, bremst das System die Bahn selbständig bis zum Stillstand ab, um den Unfall zu vermeiden. „Wir erhöhen mit unserem Kollisionswarnsystem die Sicherheit von Fahrgästen und Straßenbahnfahrern deutlich“, sagt Bernhard Bihr, Geschäftsführer von Bosch Engineering. Die 100-prozentige Bosch-Tochter hat die neue und erweiterte Kollisionswarnung für Stadt- und Straßenbahnen auf Basis von Großserientechnik aus dem Automobilbereich entwickelt.

Zulassung für den öffentlichen Personenverkehr erhalten

Nachdem der Schutzengel für Passagiere und Straßenbahnfahrer vor kurzem die Zulassung der Technischen Aufsichtsbehörde Hessen für den Einsatz im öffentlichen Personenverkehr erhalten hat, erproben zunächst die Tramfahrer der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main den Umgang mit dem System. Anschließend gehen die Straßenbahnen mit ihrem elektronischen Beifahrer in den regulären Fahrgastbetrieb.

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Fahrerassistenzsysteme, die vor Kollisionen warnen und im Notfall automatisch bremsen, halten zunehmend auch in Schienenfahrzeugen Einzug und sind Basis für die automatisiert fahrende Tram. Die elektronischen Beifahrer unterstützen Straßenbahnfahrer in eintönigen oder schwierigen Verkehrssituationen bei ihrer Fahraufgabe – bei Tag und Nacht, bei Regen und Schnee. Bereits seit dem Jahr 2014 ist die erste Ausbaustufe des Kollisionswarnsystems von Bosch auf dem Markt.

Automatisch bremsen bis zum Stillstand

„Erkennen die Sensoren ein Unfallrisiko, warnen wir den Fahrer zunächst zuverlässig vor gefährlichen Situationen und unterstützen ihn bestmöglich, eine Kollisionen selbst zu vermeiden“, erklärt Bihr. Das neue und erweiterte System geht ab sofort einen Schritt weiter. Reagiert der Fahrer auf die Warnung nicht oder zu spät, bremst das Fahrerassistenzsystem die Bahn automatisch bis zum Stillstand ab. Unfälle können damit möglichst ganz vermieden oder die Unfallfolgen deutlich gemildert werden. Somit trägt das System dazu bei, Ausfallzeiten und Folgekosten durch Unfälle zu reduzieren.

„Wir denken automatisierte Mobilität weiter – auch über die Straße hinaus – und entwickeln Lösungen, die auch auf der Schiene die Sicherheit und den Komfort weiter erhöhen“, sagt Bihr.

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