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Sichere und flexible Ausgangslösungen
Um die Applikation sicher abzuschalten, stehen dem Maschinenbauer unterschiedliche sicherere und flexiblere Ausgangslösungen zur Verfügung. Zum einen OSSD-Ausgänge für die direkte Ansteuerung z.B. von sicheren STO (Safe Torque Off – Sicher abgeschaltetes Moment)-Eingängen eines Power-Flex- bzw. Kinetix-Antriebssystems oder die direkte Abschaltung der Sicherheitsschütze. Ebenso wie bei den sicheren Eingängen besitzen die Ausgänge die Funktion der „Ein-Draht-Verbindung“ der GSR-Relais. Mit dieser Funktion lassen sich über zusätzlich potentialfreie Ausgangsmodule GSR EM bzw. GSR EMD (mit und ohne Abschaltverzögerung) die Hilfsantriebe, -schütze oder Ventile abschalten.
Weitere Flexibilität hat der Anwender durch die sechs konfigurierbaren sicheren Ein-/Ausgängen, die je nach Anwendungsanforderung für zusätzliche Eingänge, auch als Öffner/Schließer-Variante, und Ausgänge sorgen. Das 440C-CR30 besitzt auf der Frontseite zwei variable Steckplätze für maximal 16 Ein-/Ausgänge für die Verarbeitung von Reset-, Rückführkreis- oder Muting-Signalen, sowie die Ansteuerung von Signalleuchten oder Diagnoseausgängen. Die zwei Plug-in-Module der Micro-800-Steuerung werden ohne Erhöhung des Schaltschrankplatzes auf das Sicherheitsrelais aufgesteckt.
Die Programmierung bzw. Konfiguration des 440C-CR30-Sicherheitsrelais erfolgt mit Hilfe der kostenlosen „Connected Components Workbench“-Software (Version 6). Einmal konfiguriert, kann das Sicherheitsrelais Diagnosedaten über die integrierte Modbus-Schnittstelle an die programmierbare Steuerung Allen-Bradley-Micro-800- bzw. Compact-Logix-Steuerungen und die HMIs – Panel-View-Komponenten übertragen. Fünf Status- und 16 benutzerkonfigurierbare LEDs auf der Frontplatte des 440C-CR30 bieten zusätzliche lokale Diagnose über den Gerätestatus und für die Fehlersuche.
E-Tool: Safety Automation Builder
Konstrukteure von Automatisierungssystemen ermöglicht die kostenlose Software Safety Automation Builder (SAB) von Rockwell Automation auf Basis einer Risikobeurteilung Sicherheitskonzepte in strukturierter Form zu realisieren. Die SAB -Software reduziert den Zeitaufwand technische Sicherheitslösungen zu gestalten, zu entwickeln und umzusetzen. Die Software ermöglicht dem Konstrukteur einen strukturierten Entwurfsprozess der Sicherheitsfunktionen, unterstützt die Auswahl der Sicherheitsprodukte für den erforderlichen Performance Level (PL) gemäß EN ISO 13849-1 und erstellt ein SISTEMA-Projekt für die Verifikation der Sicherheitsfunktionen.
Nicht nur die Identifikation sämtlicher Sicherheitsfunktionen und Auswahl der benötigten Komponenten wird durch das SAB-Tool vereinfacht, sondern unterstützt den Konstrukteur auch bei der Dokumentation des konzeptionellen Maschinensicherheitslayouts mit den individuellen Gefahrenstellen. Aktuell ist die SAB-Software in 16 Sprachen verfügbar.
All diese neuen Sicherheitslösungen in Hard- und Software unterstützen den Konstrukteur bei seinen Anstrengungen, flexiblere und kosteneffektive Lösungen zu finden und gleichzeitig den individuellen Kundenforderungen nach Maschinenfunktionalität und Produktivität zu entsprechen. Die Sicherheitstechnik ist nur ein Teilaspekt bei der Konstruktion einer Maschine, aber sie kann mit einem einheitlichen Sicherheitskonzept und innovativen Sicherheitslösungen die Funktionsweise der Maschine optimieren. Optimale Sicherheit bei gleichzeitig mehr Flexibilität und mehr Produktivität – das fordern Anwender für ihre Maschinen heute. (jv)
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