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Composite Neue Möglichkeiten für das Dünnwand-Spritzgießen

| Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Asahi Kasei stellt mit Thermylene P11 die nächste Generation von Glasfaser verstärktem Polypropylen (PP) vor. Sie eröffnen neue Möglichkeiten für das Dünnwand-Spritzgießen.

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Thermylene P11 soll sich hervorragend für Strukturbauteile im Automobilinnenraum wie Türmodule eignen.
Thermylene P11 soll sich hervorragend für Strukturbauteile im Automobilinnenraum wie Türmodule eignen.
(Bild: Asahi Kasei)

Die Thermylene P11-Familie von chemisch gekoppelten PP-Compounds ist mit 30, 40, 45 oder 50 % Glasfaseranteil erhältlich. Sie soll höchste Zugfestigkeit ohne Einbußen bei wesentlichen weiteren Leistungseigenschaften bieten sowie eine optimale Ausgewogenheit von Eigenschaften wie Fließfähigkeit, Schlagzähigkeit oder Kriechbeständigkeit. Mit dem Schmelzflussindex von 10-25 g/10 min ist auf Kundenbedürfnisse abgestimmtes dünnwandiges Spritzgießen möglich. Weitere Eigenschaften sind eine höhere Zugfestigkeit bei erhöhter Temperatur, höhere Zugfestigkeit bei Raumtemperatur und eine verbesserte Ermüdungs- und Kriechfestigkeit im Vergleich zur Vorgängerfamilie Thermylene P10. Thermylene P11 bietet laut Hersteller eine bis zu 40-%-ige Verbesserung der gemessenen Zugfestigkeit bei 80 °C und 120 °C im Vergleich zu herkömmlichem Glasfaser gefülltem PP. Mit einem Glasfaseranteil von 40 % hat der Werkstoff einen Biegemodul von 10.000 MPa, eine Zugfestigkeit von 125 MPa und eine Wärmeformbeständigkeit von 155 °C.

Des Weiteren können die PP-Compounds bei einer niedrigeren Temperatur und mit einer höheren Füllrate verarbeitet werden, was zu Energie- und Zykluszeiteinsparungen führt. Wegen der Zug- und Biegemodul-Eigenschaften lassen sich bei neuen Konstruktionen zudem dünnere Wandstärken realisieren. Die hohe Fließfähigkeit des Materials ermöglicht bei der Verarbeitung einen effizienten Füllungsprozess, der wiederum zu geringer Hohlraumbildung beiträgt.

Thermylene P11 eignet sich für Strukturbauteile im Automobilinnenraum wie Türmodule, Mittelkonsolen, Ladeflächen oder Instrumententafeln. Unter der Motorhaube sind Lüfterhauben, Batterieträger, Frontendmodule und Kühlergrillblenden geeignete Einsatzbereiche. (qui)

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