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Getriebe Neue Getriebe-Lösungen für FTS, Elektrofahrzeuge und die Robotik

In Fahrerlosen Transportsystemen kommt es vor allem auf kompakte Bauformen an, während in Elektrofahrzeugen die Schmierung und in der Robotik die Flexibilität eine große Rolle spielen. Wir zeigen dazu drei neue Getriebe-Lösungen

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Bei den Radnabengetrieben, die für den Einsatz in Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) konzipiert wurden, beträgt die Gesamt-Getriebelänge 64 mm. Die Planetenstufe wurde in das Laufrad integriert, was mehr Bauraum für den Akku ermöglicht.
Bei den Radnabengetrieben, die für den Einsatz in Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) konzipiert wurden, beträgt die Gesamt-Getriebelänge 64 mm. Die Planetenstufe wurde in das Laufrad integriert, was mehr Bauraum für den Akku ermöglicht.
(Bild: Framo Morat)

Kompaktes Getriebe für Fahrerloses Transportsystem (FTS)

Framo Morat bietet eine kompakte Radnabengetriebe-Baureihe explizit für den Einsatz in Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) an. Die Gesamt-Getriebelänge beträgt 64 mm. Die Planetenstufe wurde in das Laufrad integriert, was mehr Bauraum für den Akku ermöglicht. Zudem wurde das Getriebe durch die direkte Krafteinleitung in den Fahrzeugrahmen und die robuste Radlagerung für Radiallasten mit bis zu 500 kg Traglast pro Rad konzipiert. Inklusive Polyurethan-Laufrad sind die Radnabengetriebe standardmäßig in den Varianten NG250 und NG500 in jeweils ein- und zweistufiger Ausführung mit Übersetzungen von 4 bis 32 erhältlich.

Getriebelager für Elektrofahrzeuge erhöhen Effizienz und Lebensdauer

In neuen Getrieben von Elektrofahrzeugen kommen geringere Schmierstoffmengen bzw. Öle mit geringerer Viskosität zum Einsatz als in den Vorgängermodellen. Dadurch wird die Energieeffizienz des elektrischen Antriebsstrangs gesteigert. Als Nebeneffekt sind die Kegelrollenlager, die in diesen Getrieben verwendet werden, aber ungünstigeren tribologischen Bedingungen ausgesetzt. Das Risiko eines Schmierfilmabrisses steigt und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Schäden an der Lauffläche und zu vorzeitigem Lagerausfall kommt.

NSK hat ein Projekt zur Entwicklung von Kegelrollenlagern gestartet, die für den speziellen Einsatz in Getrieben für Elektrofahrzeuge konzipiert werden sollen.
NSK hat ein Projekt zur Entwicklung von Kegelrollenlagern gestartet, die für den speziellen Einsatz in Getrieben für Elektrofahrzeuge konzipiert werden sollen.
(Bild: NSK)

Getriebe mit hohem Wirkungsgrad und somit hoher Effizienz sind eine Kernkomponente für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen mit niedrigem Stromverbrauch. Deshalb startete NSK ein Projekt zur Entwicklung von Kegelrollenlager für diesen Einsatzzweck, die sich durch geringe Reibung und lange Lebensdauer insbesondere unter ungünstigen tribologischen Verhältnissen auszeichnen. Ergebnis ist die Serie L Cube II. Die Oberfläche an den Laufflächen der Kegelrollenlager ist mit porenartigen Mikrovertiefungen versehen, in denen sich kleinste Ölvorräte absetzen können. Damit wird Mangelschmierung vorgebeugt und das Risiko von Oberflächenschäden minimiert. Im Vergleich zu konventionellen Kegelrollenlagern sollen die Lager der L-Cube-II-Serie eine bis zu achtmal längere Lebensdauer erreichen – auch und gerade in Verbindung mit sehr geringen Schmierstoffmengen, d.h. bei dünnem Ölfilm auf den Kontaktflächen.

Getriebemotoren sorgen für effiziente Fahrrad-Fertigung

Stäubli und Stöber arbeiten in zwei gemeinsamen Projekten an Robotiklösungen: In einem Projekt wollen Stäubli und Stöber zeigen, wie effizient ein Sechs-Achs-Roboter der Baureihe TX2-60 mit einer oder zwei externen Achsen von Stöber ausgerüstet werden kann – eine Anwendung findet sich bei einem deutschen Fahrradhersteller. Die siebte Achse bewegt mithilfe des Stöber-Getriebemotors PHEZ einen Drehteller, auf dem sich ein Fahrradrahmen befindet. Der Roboter führt das Werkzeug zum Rahmen – sobald sich beide berühren, startet der Motor des Drehtellers. Das Werkzeug verfolgt die unrunde Drehbewegung des Rahmens, ohne den Kontakt zu verlieren. Geregelt werden die Achsen über die CS9-Steuerung von Stäubli und durch den Stöber-Einzelachsregler SD6, die Anbindung erfolgt über Ethercat.

Stäubli und Stöber arbeiten gemeinsam an Projekten für neue Robotiklösungen.
Stäubli und Stöber arbeiten gemeinsam an Projekten für neue Robotiklösungen.
(Bild: Stöber Antriebstechnik)

Ziel des anderen gemeinsamen Projekts, das in Kooperation mit Lineartechnik-Hersteller Rollon umgesetzt wurde, war die Erweiterung von Stäubli-Robotern mit maximal sechs Achsen um eine siebte und optionale achte Achse. Das Konzept: Ein Roboter verfährt dynamisch auf einer Linearführung, wobei die siebte sowie die achte Achse sowohl translatorische wie rotatorische Bewegungen ermöglichen. Für die Bewegungssteuerung der beiden Achsen kommt jeweils der Einzelachsregler SD6 von Stöber zum Einsatz. Die Anbindung an eine überlagerte Steuerung erfolgt über Ethercat oder Can Open.

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