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Additive Fertigung Neue Aluminiumlegierungen für die Additive Fertigung

| Redakteur: Dorothee Quitter

Um auch in der Luft- und Raumfahrt das Leichtbaupotenzial von Aluminium nutzen zu können, widmen sich Bremer Wissenschaftler gemeinsam mit Partnern aus der Praxis im Projekt „@ALL - Additive Manufacturing for Aluminium Launcher Structures“ der Weiterentwicklung von Aluminiumlegierungen für die Additive Fertigung.

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Senator Martin Günthner (2.v.l.) und Andreas Eickhoff (l.) informieren sich auf der ILA 2018 in Berlin bei Moritz Brünger (2.v.r.) und Dr. Axel von Hehl (r.) über Einzelheiten des Verbundprojekts.
Senator Martin Günthner (2.v.l.) und Andreas Eickhoff (l.) informieren sich auf der ILA 2018 in Berlin bei Moritz Brünger (2.v.r.) und Dr. Axel von Hehl (r.) über Einzelheiten des Verbundprojekts.
(Bild: Leibniz-IWT)

In den zwei Jahren Förderdauer soll im ersten Schritt eine bereits verfügbare Hochleistungslegierung derart weiterentwickelt werden, dass sie auch in der Raumfahrt einsetzbar wird. Parallel dazu wollen die Wissenschaftler eine neuartige Aluminiumlegierung mit ähnlich herausragenden Materialeigenschaften, wie die bereits verfügbare Hochleistungslegierung, jedoch als kostengünstige Alternative entwickeln. Mit beiden Varianten sollen durch die Verfahren des Selektiven Laserschmelzens sowie des Pulverauftragsschweißens additiv gefertigte Strukturbauteile für die Raumfahrt entstehen. Bei diesen Bauteilen handelt es sich um tragende Teile für Trägerraketen, die besonders extreme Bedingungen und Kräfte aushalten müssen. Um diese Ansprüche zu erfüllen, wird ebenfalls die Oberflächenbehandlung der Bauteile eine Rolle spielen. Münden sollen die Ergebnisse des Projekts dann in die Entwicklung eines Raumfahrt-Demonstrators, der alle Teilschritte des Projekts und somit die komplette Prozesskette abbilden soll.

Das Projekt wird im Rahmen des EFRE-finanzierten Bremer Luft- und Raumfahrt-Forschungsprogramm 2020 mit rund einer Million Euro gefördert. Beteiligt sind die Unternehmen ArianeGroup, Airbus, Materialise und Innojoin sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Werkstofforientierte Technologien - IWT und des Alfred-Wegener-Instituts (AWI). Bei dem Projekt handelt es sich um eines der Anschubprojekte für das Bremer Forschungs- und Entwicklungszentrum für Leichtbaumaterialien und -technologien EcoMaT, welches Anfang 2019 fertiggestellt werden soll. (qui)

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