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Offshore-Wind

Nachholeffekte sorgen wie erwartet für Rekordzahlen

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund 2300 MW gingen 2015 neu ans Netz. Das zeigt die Leistungsfähigkeit der deutschen Offshore-Windindustrie und entspricht den Anfang 2015 geäußerten Erwartungen. Dies wird aber vorerst ein einmaliger Rekord bleiben, denn er beruht auf Nachholeffekten durch die Netzanbindung.

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Laut der AG Energiebilanzen wurden im Jahr 2015 auf See über 8 TWh Strom produziert. Dies entspricht dem Strombedarf von über 2 Mio. Haushalten oder etwa 1,4 % der Bruttostromversorgung in Deutschland.
Laut der AG Energiebilanzen wurden im Jahr 2015 auf See über 8 TWh Strom produziert. Dies entspricht dem Strombedarf von über 2 Mio. Haushalten oder etwa 1,4 % der Bruttostromversorgung in Deutschland.
(Bild: Turbines in the Sky / flickr.com/Mike Kniec/Turbines in the Sky / BY 2.0)

Vergangenes Jahr speisten 546 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 2.282,4 MW in Deutschland erstmals ins Netz ein. Damit waren zum 31. Dezember 2015 insgesamt 792 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3.294,9 MW am Netz. Weitere 41 Anlagen mit 246 MW Leistung wurden vergangenes Jahr vollständig errichtet, warteten aber Ende 2015 auf See noch darauf, ans Netz angeschlossen zu werden. Weiter wurden 122 Fundamente errichtet, die der Installation der Windenergieanlagen in 2016 dienen werden. Diese Zahlen ermittelte die Deutsche WindGuard in ihrem „Status der Offshore-Windenergie in Deutschland“ im Auftrag von Arbeitsgemeinschaft Offshore-Windenergie (AGOW), Bundesverband WindEnergie (BWE), Stiftung Offshore Windenergie, VDMA Power Systems und Windenergie-Agentur WAB.

Laut der AG Energiebilanzen wurden im Jahr 2015 auf See über 8 Terrawattstunden Strom produziert. Dies entspricht dem Strombedarf von über 2 Millionen Haushalten oder etwa 1,4 Prozent der Bruttostromversorgung in Deutschland.

Kontinuierliches Ausbauvolumen: Basis für Technologieführerschaft und Export

Die Offshore-Windenergiebranche bewertet den ungewöhnlich hohen Zubau des zurückliegenden Jahres als Ausnahmeerscheinung. Das führt sie darauf zurück, dass es bei der Fertigstellung von Offshore-Netzanschlüssen seit 2013 zu Problemen und Verzögerungen kam, die sich erst im vergangenen Jahr auflösen konnten. Die Branche prognostiziert für 2016 einen Zubau von rund 700 MW. Der Grundstein für einen nachhaltigen Heimatmarkt wird im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2016 gelegt. „Die Eckpunkte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) für das EEG 2016 nennen ein Ausbau-Zwischenziel von 11.000 MW im Jahr 2025. Das würde einen jährlichen Zubau von knapp 700 MW bedeuten. Jedoch erst ein kontinuierliches jährliches Ausbauvolumen von mindestens 900 MW ab 2021 würde die Grundlage dafür bilden, die Kosten der Offshore-Windenergie zu senken, Wertschöpfung und Industrieproduktion in Deutschland zu sichern und langfristig einen wirkungsvollen Beitrag zur Versorgungssicherheit zu leisten“, so lautet die einhellige Branchenmeinung.

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