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Motion Control Moog liefert Motion-Control-System für Fahrsimulator von Daimler

| Redakteur: Ute Drescher

Moog hat einen Fahrsimulator von Daimler mit einer hochdynamischen Antriebssteuerung ausgestattet. Zusammen mit einer 12 Meter langen Linearschiene und der Systemintegration von Daimler soll so die Realität besser abgebildet werden.

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Fahrsimulator der Daimler AG mit hochdynamischem Antriebssteuerungssystem von Moog. (Bild: Daimler)
Fahrsimulator der Daimler AG mit hochdynamischem Antriebssteuerungssystem von Moog. (Bild: Daimler)

Moog Industrial Group, Anbieter von technologisch anspruchsvollen Flugsimulations- und Testsystemen für die Automobil- und Luftfahrtindustrie, hat die hochdynamische Antriebssteuerung des neuen Fahrsimulators der Daimler AG geliefert. Die Anlage steht im neuen Fahrsimulationszentrum, das Teil des Mercedes-Benz-Technologiezentrums in Sindelfingen ist.

Das neue Fahrsimulationszentrum in Sindelfingen zählt verschiedene Arten von Simulatoren, die jeweils auf spezifische Testsituationen und –zwecke optimiert sind, darunter Forschung, Bewertung* und Schulung. Im Zentrum stehen fest installierte Simulatoren sowie ein zuvor von Moog gelieferter Fahrdynamik- und Komfortsimulator. Als Teil des Mercedes-Benz-Technologiezentrums ist das Fahrsimulationszentrum integraler Bestandteil der Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

Die elektrische Simulationsplattform von Moog ist ein Hexapod mit sechs beweglichen Standbeinen, die eine Beweglichkeit in allen sechs Freiheitsgraden ermöglichen: Die obere Plattform bewegt sich entlang der X-, Y- und Z-Achse und dreht sich über alle drei Achsen (Roll-Nick-Gier-Winkel).

Das Gesamtsystem ist auf einer Schiene und einem Schlitten montiert, was eine Simulation von seitlichen Bewegungen wie einem Spurwechsel ermöglicht, wozu ein Hexapod allein auf Grund der Hubbegrenzungen der Stellantriebe nicht in der Lage ist. Das Moog-System wird entlang der Schiene von Linearmotoren angetrieben.

Im Inneren der Kuppel befindet sich ein kompletter Mercedes

Im Inneren der Kuppel befindet sich ein kompletter Mercedes, in dem der Testfahrer vom Fahrersitz aus über eine 360°-Leinwand reale Verkehrssituationen wie bewegende Fußgänger, Gegenverkehr und Gebäuden erlebt.

Das gesamte Simulationssystem aus Hexapod und Querschiene wird mit der Echtzeitsoftware von Moog gesteuert. Aus den Pedal- und Lenkradbewegungen des Fahrers werden die jeweiligen Positions-, Geschwindigkeits- und Beschleunigungswerte des Fahrzeugmodells berechnet.

Die Moog-Software setzt diese Informationen in Bewegungen des Hexapods und des Schlittens so um, dass sie so real wie möglich den sensorischen Erwartungen des Fahrers entsprechen. Dementsprechend fühlt sich der Fahrer im Simulator exakt wie in einem normalen Auto.

Die in der Kuppel an die Leinwand projizierten Bilder entsprechen genau den vom Hexapod und der Schiene erzeugten Bewegungen des Fahrzeugs. Ob der Fahrer Gas gibt, bremst, das Lenkrad dreht oder über eine virtuelle Bodenwelle fährt, passen sich die Bilder den Bewegungen des Simulators an und vermitteln so dem Fahrer das Gefühl, auf einer echten Straße zu sein.

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