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Steckverbinder Modulares Steckersystem verhindert Kabelsalat und Stolperfallen im OP

| Autor / Redakteur: Marcel Kohn / Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Ein schneller Wechsel der Gerätekonfigurationen erhöht den OP-Durchsatz. Das Steckverbinder-System Combi-Tac mit seinen modular kombinierbaren Anschlüssen trägt dazu bei.

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Combi-Tac verbindet mobile Chirurgie und Anästhesiegeräte mit dem Versorgungsanleger. Komplette Gerätewagen lassen sich mit einem Handgriff anschließen und wieder lösen.
Combi-Tac verbindet mobile Chirurgie und Anästhesiegeräte mit dem Versorgungsanleger. Komplette Gerätewagen lassen sich mit einem Handgriff anschließen und wieder lösen.
(Bild: Multi-Contact)

Die Chirurgie ist ein stressiger Job und im Operationssaal muss es immer schnell gehen. Zwischen zwei OPs kommt es da vor allem auf kurze Wechselzeiten an. Von großer Bedeutung ist die „Umrüstzeit“, der schnelle Wechsel der Gerätekonfigurationen für Anästhesie und Operation. Besonders bei kurzfristigen Änderungen im OP-Plan heißt das Zauberwort Flexibilität. Um die Reaktionszeiten zu verkürzen, investieren in den letzten Jahren immer mehr Kliniken in multifunktionale OPs. Hierbei handelt es sich um OP-Einheiten, die sich entsprechend der anstehenden chirurgischen Eingriffe unterschiedlich konfigurieren lassen. Diese Multifunktionalität der neuen OP-Konzepte reduziert auch die Investitions- und Betriebskosten.

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OP-Konfigurationen schnell und sicher wechseln

Bei diesen schnellen und sicheren Wechseln der OP-Konfiguration sind die Schnittstellen der Geräte zum Anleger oder untereinander entscheidend. Dazu zählen auch Schläuche und Kabel und deren Anschlusstechnik, die im OP nicht zur Stolperfalle werden sollen. Ein System, das unterschiedliche Verbindungen kombiniert, den Arbeitsplatz übersichtlich hält und die Hygienebedingungen verbessert, könnte eine Lösung sein. So wäre statt zeitintensiver Handgriffe für jeden einzelnen Anschluss, nur ein Handgriff notwendig.

Die Schweizer Spezialisten für industrielle Steckverbinder, Multi-Contact, haben unter der Bezeichnung Combi-Tac ein solches, modulares Steckverbinder-System entwickelt. Immer mehr Anbieter von medizinischem Equipment stellen die Anschlusstechnik ihrer Geräte auf solche „Sammelstecker“ um. Im Combi-Tac lassen sich alle Versorgungsleitungen, von elektrischen Anschlüssen bis hin zu medizinischen Gasen, kombinieren. Der Steckverbinder transportiert Ströme bis 300 A, Hochspannung bis 5 kV, Daten, Druckluft, Flüssigkeiten und Lichtwellenleiter. „Besonders für technische Laien ist es eine Vereinfachung, dass sich alle Verbindungen mit nur einem Steckverbinder sicher anschließen lassen.“, erläutert Martin Yiapanas, Combi-Tac Product Manager bei Multi-Contact. Die unterschiedlichen Kontaktmodule sind optimal aufeinander abgestimmt. So lassen sich Module mit hoher Packungsdichte für eine maximale Anzahl von Kontakten auf kleiner Fläche platzieren.

All-in-One-Prinzip sorgt für fehlerfreie Verbindung

Das All-in-One-Prinzip stellt sicher, dass alle Anschlüsse vollständig und fehlerfrei verbunden sind. Eine Verwechslung der Anschlussstellen ist nicht möglich. Der universelle Versorgungsanleger wird mit allen für die unterschiedlichen OP-Geräte infrage kommenden Anschlüssen ausgestattet: beispielsweise für medizinische Gase und Vakuum. Aber auch elektrische Anschlüsse für Stromversorgung, Potentialausgleich, Netzwerk- und Busanbindung sowie Signal- und Bildübertragung. Das ausgeklügelte Verschlusssystem der Schnellkupplungen für Fluidanschlüsse stellt sicher, dass beim Trennen der Flüssigkeitskreisläufe alles dicht bleibt und keine Fluide auslaufen.

Während der Versorgungsanleger mit allen Anschlüssen für die diversen mobilen Chirurgie- und Anästhesiegeräte ausgestattet ist, enthalten die Combi-Tac-Steckverbinder der mobilen Einheiten nur die Anschlussmodule, die für die Versorgung des jeweiligen Gerätes und für die Anbindung an die Kommunikationsnetze notwendig sind.

Zuverlässige Komponenten für reibungslosen Betrieb

Da OP-Geräte effizient, robust und zuverlässig sein müssen, müssen auch die eingesetzten Komponenten diesen hohen Anforderungen entsprechen. Beispielsweise ist eine zuverlässige Stromversorgung Voraussetzung für einen reibungslosen Betrieb im OP. Multi-Contact setzt hier auf die eigene Kontaktlammellentechnologie Multilam. Diese Kontakttechnologie sorgt für effiziente Energieübertragung bei geringer Verlustleistung und konstantem Durchgangswiderstand.

Die Kontakte des Combi-Tac-Steckverbinders sind schwimmend gelagert, verzeihen Fluchtungsfehler und sind somit einfach zu stecken. Mit der Gehäuseversion lassen sich alle mobilen Diagnose-, Überwachungs- und Therapiegeräte einfach und sicher anschließen. Dem Anwender stehen mehrere DIN-Gehäusegrößen mit seitlichem oder geradem Kabeleingang zur Verfügung. Für zusätzliche Sicherheit sorgen ein Verriegelungsbügel und die Möglichkeit zur Codierung. (sh)

* Marcel Kohn ist Fachjournalist aus Bruchsal

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