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Autonomes Fahren

Modularer, autonomer E-Flitzer soll Innenstädte erobern

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Das Stadtauto von morgen von Grund auf neu gedacht – so das Ziel der DLR-Verkehrsforscher. Auf der IAA haben sie nun den ersten Prototypen des Urban Modular Vehicles, kurz UMV, vorgestellt.

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Alle der insgesamt acht unterschiedlichen Varianten der UMV-Familie bauen auf einer einheitlichen Basis auf: Das Bodenmodul lässt sich in der Länge anpassen, Front- und Heckmodule sind einheitlich.
Alle der insgesamt acht unterschiedlichen Varianten der UMV-Familie bauen auf einer einheitlichen Basis auf: Das Bodenmodul lässt sich in der Länge anpassen, Front- und Heckmodule sind einheitlich.
(Bild: DLR)

Die Ansprüche an das Stadtauto von morgen sind hoch und vielfältig: Es soll automatisiert und elektrisch fahren, hohe Sicherheitsstandards erfüllen, komfortabel und gleichzeitig flexibel sowie kosteneffizient zu fertigen sein. „Das Schlüsselwort des UMV-Konzepts heißt Modularisierung, die weit über die im Automobilbau eingesetzten Plattform-Bauweisen hinausgeht“, beschreibt Marco Münster, Wissenschaftler und Leiter des UMV-Projekts am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

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Auf der IAA New Mobility haben die Wissenschaftler einen ersten Prototypen des UMV People-Movers 2+2 präsentiert. Das Fahrzeug bietet Platz für vier Personen und soll als autonom fahrendes Shuttle im städtischen Bereich zum Einsatz kommen, zum Beispiel im Kontext von on-demand Mobilitätsangeboten. Der Nutzer ruft das Fahrzeug per App und schaltet es über eine Schnittstelle im Seitenfenster frei, so dass sich die Schiebetüren öffnen. Der Innenraum ist in einem schlichten Design gehalten und bietet zwei zentrale Monitore mit Informationen über Fahrzeit, Route und Fahrzeugstatus. Die typische Fahrzeit beträgt in diesem Zusammenhang zwischen acht und zwanzig Minuten. Die für die Automatisierung benötigten Lidar- und Radarsensoren sowie Kameras finden auf dem Dach, in der Frontstoßstange beziehungsweise in speziellen Panels Platz. Aktuell fährt der Demonstrator noch nicht voll autonom, sondern wird über einen Sidestick gesteuert. So wollen die Wissenschaftler zunächst Konzept und Nutzererfahrungen untersuchen. Für autonome Fahrmanöver werden im nächsten Schritt die Sensortechnik sowie Hardware und Software integriert.

Modulare Bauweise der kleinen Stadtflitzer passt sich Einsatzzweck an

Vom kleinen Stadtflitzer bis zu den größeren, autonom fahrenden Versionen People- und Cargo-Mover – alle der insgesamt acht unterschiedlichen Varianten der UMV-Familie bauen auf einer einheitlichen Basis auf: Das Bodenmodul lässt sich in der Länge anpassen, Front- und Heckmodule sind einheitlich. Die Fahrzeugmitte ist variabel und ändert sich je nach Einsatzzweck. Multimaterial-Bauweise und Funktionsintegration sorgen bei allen Varianten für eine bestmöglich auf elektrische Antriebe abgestimmte Karosseriestruktur mit hoher Crashsicherheit. Ein ausgeklügeltes Gesamtenergiemanagement koordiniert und lenkt die Energieflüsse von Innenraum, Batterie und Elektromotor für eine optimale Betriebsstrategie.

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