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Modulare Stahllösung

| Redakteur: Dorothee Quitter

Mit dem Stabstahl HSX 90 brauchen Konstrukteure keinen Kompromiss mehr zwischen einer hohen Festigkeit einerseits und der Bearbeitbarkeit andererseits machen.

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Der Stabstahl HSX 90 eignet sich mit seinem reinen, bainitischen Gefüge für hochbelastete und dünnwandige Bauteile.
Der Stabstahl HSX 90 eignet sich mit seinem reinen, bainitischen Gefüge für hochbelastete und dünnwandige Bauteile.
(Bild: Steeltec)

Dünnwandige Bauteile und Anwendungen mit hoher Druckbeaufschlagung sowie geforderter Innen- und Außendruckdichtigkeit kommen unter anderem in Assistenz- und Sicherheitssystemen sowie modernen Motoren von PKWs zum Einsatz. Sie müssen zum Teil sowohl Quer- als auch Längsbelastungen standhalten. Eine große Zuverlässigkeit und Beständigkeit in der Anwendung gewährleisten Werkstoffe, die ein reines und homogenes Gefüge und eine hohe Isotropie der Eigenschaften mitbringen. Das trifft auf bainitische Stähle zu. Genau deshalb hat Steeltec als einer der wenigen Anbieter von Spezialstahl einen neuen bainitischen Stahl ins Portfolio aufgenommen. „Mit hoher Gefügereinheit allein kommt das Erfolgsrezept nicht aus. Die verschiedenen Anwendungsbereiche stellen nochmal komplett unterschiedliche Spezialanforderungen an den Werkstoff“, erklärt Guido Olschewski, Leiter Qualitätsmanagement und Entwicklung bei Steeltec, einem Unternehmen der Schmolz + Bickenbach Gruppe. Um die flexibelste Stahllösung für eine Vielzahl von Bauteilen entwickeln zu können, konzipierte der Blankstahlexperte einen modularen Werkstoff: den HSX 90.

Eigenschaften gezielt einstellen

Eines der wichtigsten Merkmale zur Unterscheidung von anderen Stählen ist die gezielte Einstellung der mechanisch-technologischen Eigenschaften. Die Zugfestigkeit bewegt sich zwischen 700 und 1000 MPa, während die Bruchdehnung zwischen 10 und 20 % variieren kann. Die maßgenaue Einstellung der Stahleigenschaften erfolgt in Entwicklungspartnerschaft mit dem Kunden. Grundlage sind die spezifischen Fertigungs- und Konstruktionsanforderungen, die Steeltec in Werkstoffmerkmale übersetzt. „Bis das Bauteil aus dem HSX 90 in Serie gehen kann, ist Entwicklungsarbeit gefragt. Schließlich handelt es sich nicht um einen Werkstoff von der Stange“, so Olschewski. „Doch die Mühe lohnt sich. Mit der stärksten Stahllösung kann der Kunde seine Prozesse wirtschaftlicher gestalten und die Bauteilqualität erhöhen.“

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