Digitaler Zwilling Mit Digitalisierung zur perfekten Welle

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Das Spezialgebiet des kalifornischen Unternehmens Surf Loch sind Wellen: Das Unternehmen entwickelt Wellenbecken, setzt dafür jetzt auf den digitalen Zwilling und erzeugt so die perfekte Welle für Surfer.

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Worum geht es beim Surfen? Für viele ist es Freiheit und Abenteuer. Aber der Sport ist natürlich sehr abhängig von Wetter und Wind. Wellenbecken schaffen hier Abhilfe.
Worum geht es beim Surfen? Für viele ist es Freiheit und Abenteuer. Aber der Sport ist natürlich sehr abhängig von Wetter und Wind. Wellenbecken schaffen hier Abhilfe.
(Bild: Surf Loch)

Jedem Surfer seine individuelle Welle: Anfänger können mit ihnen lernen, auf einer immer gleich bleibenden Wellenform zu surfen, erfahrenere Surfer entscheiden individuell, auf welcher Wellenform sie surfen möchten – das ist Ziel von Surf Loch, einem Unternehmen mit Hauptsitz in Kalifornien. Die Wellen-Experten entwickeln seit den 1980er Jahren Technologie zur Erzeugung von Wellen. Es setzt jetzt die Software aus dem Xcelerator-Portfolio und Automatisierungstechnik von Siemens für die Herstellung von Wellenbecken ein, in denen Meereswellen erzeugt werden, die nach den speziellen Wünschen jedes einzelnen Surfers eingestellt werden können.

Wenn wir eine Welle erzeugen, kontrollieren wir jeden Aspekt der Wellenbildung auf die Tausendstelsekunde genau. Die Arbeit mit Siemens hat uns die einmalige Möglichkeit geboten, die reale mit der digitalen Welt zu verbinden, um diesen Präzisionsgrad zu erreichen. Über diesen digitalen Ansatz können wir Surfern 400 Wellen pro Stunde bieten. Im Meer käme der durchschnittliche Surfer mit etwas Glück höchstens auf fünf.

Tom Lochtefeld, Gründer und CEO von Surf Loch

Mit der Kombination aus digitaler und realer Welt in Form eines digitalen Zwillings erzeugt Surf Loch kundenspezifische Wellen durch Simulation, bevor das reale Wellenbecken gebaut und getestet wird. Damit kann Surf Loch Wellen ganz nach den Ansprüchen des Surfers erzeugen - in durchgehend zuverlässiger Güte und je nach dem individuellen Können des Surfers. Zusätzlich zu den Software-Lösungen nutzt Surf Loch zur Optimierung seiner Surf-Becken auch andere Teile des Digital Enterprise Portfolios von Siemens, wie zum Beispiel Automatisierungs- and Antriebstechnik.

Nachhaltiger surfen

Das Surfen erfreut sich weltweit zunehmender Beliebtheit, und deshalb will Surf Loch noch mehr Surfer für seine Wellenbecken begeistern. Ziel und Vision ist es, diesen Sport jedem überall zu ermöglichen. Dabei spielt auch der Gedanke eine Rolle, die gesamte durch Menschen verursachte Umweltbelastung an natürlichen Stränden zu reduzieren.

Bei Surf Loch im Einsatz sind NX, Simcenter, Teamcenter und Mindsphere, aber auch Automatisierungen wie TIA Portal oder Sinamics-Steuerungen.
Bei Surf Loch im Einsatz sind NX, Simcenter, Teamcenter und Mindsphere, aber auch Automatisierungen wie TIA Portal oder Sinamics-Steuerungen.
(Bild: Surf Loch)

Surf Loch nutzt eine Reihe von Lösungen aus dem Xcelerator-Portfolio, um unterschiedliche Wellenvarianten herzustellen und dabei zu gewährleisten, dass sie sich ganz genau so wie Ozeanwellen anfühlen. Das Team erstellt einen digitalen Zwilling der Welle und bestimmt dann anhand von Strömungssimulationen und einer multidisziplinären Optimierung die wichtigsten Einstellungen in der Wellenanlage, um damit die gewünschte Welle erzeugen zu können.

Industrial-IoT-Lösung im Einsatz

Auch Teamcenter für die Daten- und Dokumentenverwaltung ist im Einsatz. Über Cloudfunktionen kann das Unternehmen mit Partnern zusammenarbeiten, um Zeichnungen korrigieren und gemeinschaftlich zu entwerfen. Im Zuge der Expansion in viele Standorte weltweit – darunter Las Vegas, Cabo San Lucas, Amsterdam und Sydney - plant Surf Loch, diese Technologie weiter einzusetzen, um die Effizienz zu steigern, den Energieverbrauch zu optimieren und die vorausschauende Wartung zu ermöglichen. Mit Mindsphere, der Industrial-IoT-Lösung als Service von Siemens, kann Surf Loch die Leistungsfähigkeit seiner Anlagen messen, den Service planen und die Anlagen lokal überwachen und verwalten.

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