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Wälzlager Mit der richtigen Software zum idealen Lager

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Mit unternehmenseigenen Analyse-Tools sowie der Spezialsoftware Mesys sorgt Findling dafür, dass Konstrukteure jederzeit das passende Lager auswählen können.

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Für die Berechnung von Lagertechnik außerhalb des Standards kommt bei Findling Wälzlager die umfassende Software Mesys zum Einsatz.
Für die Berechnung von Lagertechnik außerhalb des Standards kommt bei Findling Wälzlager die umfassende Software Mesys zum Einsatz.
(Bild: Mesys)

Die unternehmenseigene Auswahl- und Berechnungssoftware-Lösung Abeg-Quickfinder steht den Kunden von Findling Wälzlager in zwei Versionen online zur Verfügung:

Das kostenlose Einsteiger-Tool Abeg-Quickfinder basic funktioniert wie eine Datenbankabfrage über alle Bauformen und Abeg-Produktlinien hinweg. Wälzlager, die den konstruktionsseitig definierten technischen Anforderungen entsprechen, lassen sich damit schnell und herstellerunabhängig finden. Mit wenigen Mausklicks wird die vorher unüberschaubar breite Produktpalette des Wälzlagermarktes unter Berücksichtigung der Faktoren Leistungsfähigkeit, Zweckmäßigkeit, Verfügbarkeit und Preis transparent. Die Software ermöglicht so eine neutrale Berechnung und Auswahl nach einheitlichen Vorgaben.

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Professionelle Berechnung mit unternehmenseigener CAE-Software

Der Abeg-Quickfinder professional, eine CAE-Software (Computer-Aided Engineering), dient der Berechnung und Auslegung von Wälzlagern nach ISO 281 und auch von vielen anderen Maschinenelementen wie Wellen, Stirnrädern, Planetenstufen, Federn und Passungen. Sie ist webbasiert, sodass Anwender automatisch mit den aktuellen Berechnungsmethoden und Parametern arbeiten. Auf Knopfdruck lassen sich Dokumentationen für die Qualitätssicherung und die Nachweispflicht nach DIN EN ISO 9001:2015 erstellen. Durch Simulationen in 2D und 3D ist zudem eine schnelle Identifizierung und Anpassung kritischer Punkte möglich.

Basis für beide Versionen des Abeg-Quickfinder ist die Klassifizierung des weltweiten Angebots nach der Abeg-Methode. Dabei wird das Sortiment in die vier unterschiedlichen Leistungsklassen Premium, Supra, Eco und EasyRoll unterteilt, wobei Premium den aktuell höchsten Stand der Technik repräsentiert und besonders hohe Anforderungen an die Lebensdauer erfüllt. Man benötigt also nicht die exakten Produktdaten jedes einzelnen Herstellers, um schnell zu einem Ergebnis zu gelangen. Vielmehr erfolgt eine Herstellerauswahl erst im Anschluss an die Ermittlung der Abeg-Leistungsklasse.

Spezialsoftware Mesys kommt ins Spiel

„Unsere Quickfinder-Software kommt in circa 70% bis 80 % aller Fälle zum Einsatz“, sagt Klaus Findling, Geschäftsführer der Findling Wälzlager GmbH. „Für die Berechnung von anwendungsspezifischer Lagertechnik, bei der keine Standardlösung möglich ist, setzen wir zudem noch die Software Mesys ein. Diese Kombination erlaubt es uns, auf die Anwendung unserer Kunden abgestimmte Lösungen zur Verfügung stellen zu können.“ Mit dieser Spezialsoftware können die Anwendungsingenieure von Findling Wälzlager die individuell passenden Wälzlager inklusive aller Spezifikationen bestimmen und die gesamte Bandbreite der Wälzlagerberechnung aus einer Hand bieten.

Die Mesys-Software ermöglicht eine Lebensdauerberechnung nach DIN 26281 – also nach dem neuesten genormten Stand. Die Lebensdauer wird dabei aufgrund der Lastverteilung auf die einzelnen Wälzkörper berechnet und berücksichtigt daher nicht nur eine äußere Kraft, sondern auch eine Belastung durch Kippmomente sowie den Einfluss des Lagerspiels bzw. des Schmierstoffes. Für jeden der fünf Freiheitsgrade kann entweder die Belastung oder die Verschiebung/Kippwinkel vorgegeben werden. Die Software gibt zudem eine Steifigkeitsmatrix für das Lager aus, die für Rotordynamikberechnungen verwendet werden kann.

Komplexe Zusammenhänge auswerten

Die Mesys-Software kann zum Beispiel immer dann ihre Trümpfe ausspielen, wenn der Einfluss von Lagerspiel und Vorspannung auf die Lagerlebensdauer und Lastverteilung bestimmt werden soll. Die Lagerluft lässt sich als Lagerluftklasse C2..C4 nach Norm wählen oder direkt als Zahlenwert vorgeben. Die Lagertoleranzen gibt der Anwender nach Norm als P0..P2 an, die Toleranzen von Gehäuse und Welle nach ISO 286. Alternativ kann das Übermaß auch als Zahlenwert eingegeben werden. Die Spieländerungen durch Passungen, Wärmedehnungen und Fliehkrafteinfluss bestimmen dann das Betriebsspiel. Mithilfe der Parametervariation kann die Mesys-Software den Einfluss von Lagerspiel auf Lagerlebensdauer und Pressung anschaulich darstellen.

„Der Abeg-Quickfinder basic eignet sich also für eine schnelle, überschlägige Auslegung von Wälzlagern. Die professionelle Version berücksichtigt viele weitere Parameter; mit ihr lässt sich das passende Standard-Lager für die jeweilige Anwendung finden“, fasst Klaus Findling abschließend zusammen. „Wenn jedoch ein kundenspezifisches Sonderlager konstruiert werden soll, so muss Mesys zum Einsatz kommen.“ Wer auch bei Standard-Lagern die Berechnungen nicht selbst durchführen möchte, kann auf die Anwendungsingenieure der Firma Findling Wälzlager zurückgreifen. (sh)

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