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Zugriffsverwaltung Maschinenstörungen mit Zugriffsverwaltung rasch im Griff

| Autor: Jan Vollmuth

Mithilfe elektronischer Zugriffsverwaltungen automatisiert die Unternehmensgruppe Viega den Ablauf bei Maschinenstörungen und optimiert damit ihre Prozesse.

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(Bild: Viega)

Wenn bei dem Spezialisten für Installationstechnik Viega am Standort Großheringen in Thüringen eine Störung an einer Fertigungsanlage auftritt, den der zuständige Werker ohne Unterstützung nicht beheben kann, beginnt ein mehrere Schritte umfassender Prozess: „In der Summe sind 11 oder 14 Schritte erforderlich, vom Erkennen des Ausfalls bis zum Eintreffen des Instandhalters“, sagt Dipl.- Ing. (FH) André Günther, der die Elektroabteilung in Großheringen leitet.

Direkt ins Störmeldesystem

Wie sieht dieser Prozess vereinfacht aus? Der Mitarbeiter in der Produktion gibt eine Störungsmeldung samt Maschinennummer am nächstgelegenen PC ein. Von dort geht sie an die Betriebsdatenerfassung und über eine Weiterleitung ins Störmeldesystem. Dieses System zeigt die Meldung auf jeweils einem Großbildschirm in der Werkstatt der Elektroabteilung und der mechanischen Werkstatt an, woraufhin sich der Instandhalter an die betreffende Maschine begibt.

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Viega ist Spezialist für Installationstechnik, das Sortiment umfasst 17.000 Produkte. Hauptsitz des mittelständischen Produktionsbetriebs ist Attendorn in Nordrhein-Westfalen. Viega betreibt vier weitere Standorte in Deutschland, einen in der Schweiz, zwei in den USA und einen in China. Am Standort Großheringen werden Rohrleitungssysteme gefertigt.

Automatisierter Ablauf bei Störungen

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, braucht es eine effiziente Fertigung. „Im Rahmen eines Workshops, wie wir Prozesse weiter optimieren können, nahmen wir auch den Ablauf bei einer Maschinenstörung unter die Lupe“, so Günther. Daraus entwickelte sich die Anforderung, den Ablauf deutlich zu verkürzen und möglichst komplett zu automatisieren. So sollte sich der Werker z.  B. den Weg zum nächsten Terminal sparen, sondern sich direkt an der Maschine identifizieren und von dort die Störung melden.

„Damit standen wir vor der Frage, wie soll sich der Mitarbeiter identifizieren, etwa mit seinem Werksausweis, der einer Scheckkarte ähnelt, oder mit einem industrietauglichen Gerät? Außerdem sollte sich die gesuchte Lösung möglichst unkompliziert in unsere Systemlandschaft integrieren lassen“, sagt Günther. In einer Besprechung mit dem Werksleiter fiel die Wahl schließlich auf das Electronic-Key-System EKS von Euchner. Die elektronische Zugriffsverwaltung für industrielle Zwecke umfasst prinzipiell zwei Komponenten: einen elektronischen Schlüssel (Electronic-Key) und die dazu passende Schlüsselaufnahme.

Der Schlüssel hat die Form eines robusten Anhängers und enthält einen Speicherchip und eine Antenne (Transponder). Der Schlüssel wird für den Betrieb in die Schlüsselaufnahme gesteckt und von einer Federklammer gehalten. Die Stromversorgung für den Transponder und die Daten werden kontaktlos zwischen der Schlüsselaufnahme und dem Electronic-Key übertragen. Bei der Schlüsselaufnahme handelt es sich um ein Schreib-/Lesesystem mit integrierter Schnittstellen-Elektronik. Zur System-Anbindung stehen Gerätevarianten mit verschiedenen Schnittstellen zur Verfügung, darunter auch Profibus und Profinet.

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Über den Autor

 Jan Vollmuth

Jan Vollmuth

Redakteur, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht