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Schraube

Manipulationen am Schraubenkopf nachweisen

| Redakteur: Dorothee Quitter

Bei der Einwegsiegelschraube wurde in einen witterungsbeständigen Schraubenkopf eine Sollverformungsfläche integriert, die eine eindeutige Beweisführung im Falle einer Manipulation erlaubt.

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Mit Hilfe von Soll-Verformungsflächen am Schraubenkopf zeigt das EWS-System zuverlässig an, wenn eine Schraubverbindung manipuliert wurde.
Mit Hilfe von Soll-Verformungsflächen am Schraubenkopf zeigt das EWS-System zuverlässig an, wenn eine Schraubverbindung manipuliert wurde.
(Bild: Berrang)

Viele Produzenten, vom Handwerker über den Maschinenbauer bis hin zum Automobilhersteller haben besonders beim Einsatz von empfindlichen oder schützenswerten Bauteilen ein hohes Interesse, dass ein ausgeliefertes Produkt in seinem Originalzustand bleibt – sei es bei hochwertigen Steuereinheiten, im Einsatz bei weißer Ware, Elektrotechnik, Batterietechnik oder Hochleistungselektronik. Ebenso ist es für sie wichtig, dass jede Veränderung oder Manipulation an Bauteilen nachgewiesen werden kann. Alleine schon durch das Öffnen eines Originalteils kann der Gewährleistungs- bzw. Garantieanspruch erlöschen. Auch im Hinblick auf Haftungsrisiken ist im Schadensfall die Dokumentation des lückenlosen und ununterbrochenen Schutzes von elementarer Bedeutung. Dabei ist dieser Nachweis bei mechanischen Verbindungselementen oft nicht einfach zu führen, ist doch die Möglichkeit, eine solche Verbindung auch wieder zu öffnen und dann ein zweites Mal zu verschließen, eine Kerneigenschaft der mechanischen Verbindungstechnik.

Mit Hilfe von Soll-Verformungsflächen am Schraubenkopf zeigt das EWS-System zuverlässig an, wenn eine Schraubverbindung manipuliert wurde.
Mit Hilfe von Soll-Verformungsflächen am Schraubenkopf zeigt das EWS-System zuverlässig an, wenn eine Schraubverbindung manipuliert wurde.
(Bild: Berrang)

Mit aufwendigen Siegeln, die in zusätzlichen kostenintensiven Arbeitsschritten angebracht werden, wird diese Herausforderung traditionell gelöst. Bei der Begutachtung der bisherigen Verfahren zur Sicherung von lösbaren Verbindungen erkannte Berrang neben dem Zusatzaufwand und den damit verbundenen Kosten auch Lücken und mögliche Schwachstellen, die mit der bisherigen Technik nicht gelöst werden konnten.

Siegel und Schraube als ein Element

„Unser Ziel war es, eine Lösung zu finden, die Dokumentationssicherheit und Prozessoptimierung in der Produktion miteinander verbindet. Vereinfacht ausgedrückt, wollten wir Arbeitsschritte einsparen und gleichzeitig zusätzliche Sicherheit gewinnen“, erklärt Benjamin Berrang den Ansatz dieser besonderen Schraublösung. Auf der Suche nach einer Lösung entwickelte sich ein interessanter Kontakt mit Robert Rathmann und Steven Keiner von der HTWK Leipzig. Diese beiden Erfinder hatten ein weltweit gültiges Patent angemeldet, das die gestellten Anforderungen zu 100 % erfüllt, jedoch bisher noch nicht industriell genutzt wurde.

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