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Positionierantrieb Leistungsstarker Positionierantrieb mit Industrial Ethernet

| Redakteur: Jan Vollmuth

Mit dem neuen AG24 hat Siko sein Portfolio an Positionierantrieben mit RTE (Real Time Ethernet) erweitert. Der AG 24 bietet ein maximales Nenndrehmoment von 14 Nm. Da alle Baugruppen im Gehäuse integriert sind, werden keine externe Komponenten oder Anschlussboxen zur Verbindung mit der übergeordneten Steuerung benötigt.

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(Bild: Siko)

Die motorische Formatverstellung von Maschinenspindeln oder Maschinenachsen wird inzwischen auf verschiedenen Wegen umgesetzt. Die Lösungen hierzu sind oft relativ rudimentär und resultieren in dem Ergebnis, dass kein Handrad oder Kurbel gedreht wird, sondern anstatt dessen ein oder mehrere Knöpfe gedrückt werden. Ob das den Ansprüchen einer smarten Prozesskette oder Industrie 4.0 genügt, kann in Frage gestellt werden. Intelligente Positionierantriebe können hier eine effiziente Lösung sein.

Hohe Anforderungen an die Komponenten

Intelligente Netzwerke wie Industrial Ethernet fordern von den Komponenten ein Höchstmaß an Diagnosefähigkeit zur Fehleranalyse und einen effizienten und schnellen Austausch der Prozessdaten. Für die smarte Formatverstellung sind deshalb Stellantriebe notwendig, die neben der reinen motorischen Verstellung einen komplexen Datenaustausch mit der übergeordneten Steuerung erlauben und Betriebszustände außerhalb des festgelegten Bereichs sicher erfassen und z.B. Status- oder Fehlermeldungen kommunizieren. So könnte ein stetig zunehmender Laststrom signalisieren, dass die Verstellachse etwa durch Verschmutzung stark verunreinigt ist und mit der nächsten Wartung gereinigt werden müsste. Genau hier setzen die intelligenten Stellantriebe von Siko an, die neben dem reinen Austausch von Prozessdaten auch alle Diagnosewerte zur Verfügung stellen, um ungeplante Ausfallzeiten an der Formateinstellung ausschließen zu können.

Mit dem neuen AG24 hat Siko nun sein Portfolio an Positionierantrieben mit RTE (Real Time Ethernet) erweitert. Trotz seiner stattlichen Abtriebsleistung und Drehzahl sind noch immer alle Baugruppen in einem Gehäuse integriert. Es werden keine externe Komponenten oder Anschlussboxen benötigt, um die Verbindung mit der übergeordneten Steuerung aufzunehmen. Das bedeutet, dass der Antrieb nur an die Versorgungsspannung angesteckt und der Port für den Datenaustausch direkt mit der Steuerung oder zum nächsten Antrieb im Netzwerk verbunden werden muss. Einfacher ist eine Netzwerkanbindung kaum vorstellbar.

Standards auch in der Kommunikation

Im Bereich der industriellen Automatisierung ist es wichtig, dass Standards eingehalten werden, die es dem Systemintegrator leichter machen, die Peripherie in seine Steuerungsumgebung einzubinden. Der AG24 bedient hier die führenden Standardkommunikationsschnittstellen Profinet, Ethernet/IP, Powerlink und Ethercat. Zahlreiche Funktionsbausteine, Add-on Instructions sowie unterschiedliche Bibliotheken sind wichtige Softwaretools, die dem Anwender eine wesentliche Vereinfachung der Systemintegration bieten.

Mit einem maximalen Nenndrehmoment von 14 Nm ist der neue AG24 ein Kraftpaket. Seine maximale Verstellgeschwindigkeit von 150 U/min erreicht der kompakte Antrieb bei 6 Nm Nenndrehmoment. Durch die Hohlwelle mit Klemmring und Drehmomentstütze wird der Antrieb sehr einfach an die bestehende Maschinenwelle adaptiert, ohne dass der Grundaufbau der Verstelleinheit geändert werden muss. Andere Wellendurchmesser oder auch die Kraftübertragung über eine Passfedernut ist optional verfügbar. Das robuste Metallgehäuse ist mit einer Schutzklasse von bis zu IP65 ausgelegt.

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