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Lasercusing Laserschmelzen für den Airbus

| Redakteur: Katharina Juschkat

Premium Aerotec startet am Standort Varel in Friesland die Serienproduktion von 3D-gedruckten Metallbauteilen für Airbus. Dazu errichtete die Airbus Tochter eine neue Produktionshalle für die additive Herstellung von Titanteilen. Gleichzeitig schloss das Unternehmen einen Kooperationsvertrag mit Concept Laser als Premium-Lieferant für die Maschinen- und Anlagentechnik.

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Feierliche Eröffnung der neuen Produktionshalle für metallische Bauteile. Im Hintergrund zu sehen, die X line 1000R von Concept Laser.
Feierliche Eröffnung der neuen Produktionshalle für metallische Bauteile. Im Hintergrund zu sehen, die X line 1000R von Concept Laser.
(Bild: Premium Aerotec GmbH)

Die industrielle Serienfertigung nimmt Fahrt auf: Laut Peter Sander, dem Leiter Emerging Technologies and Concepts von Airbus, plant das Unternehmen im Jahr 2018, eine Tonne Metallpulver pro Monat zu drucken. AM-Produktion und AM-Prozesse sollen dementsprechend bis 2018 konsequent vorangetrieben und ausgebaut werden.

Industrielle Serienfertigung für doppelwandigen Rohrkrümmer

Premium Aerotec hat die neue Produktionshalle für den 3D-Metalldruck am 20. Januar 2016 in Betrieb genommen. Im Rahmen einer Eröffnungsfeier waren 250 Mitarbeiter und Gäste anwesend, darunter auch Brigitte Zypries, parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium und Luft- und Raumfahrtkoordinatorin der deutschen Bundesregierung. Damit konnte die industrielle Serienfertigung für einen doppelwandigen Rohrkrümmer im Treibstoffsystem des Transportflugzeuges A400M beginnen.

Bislang entstanden diese komplexen Bauteile aus einzelnen Gussbauteilen, die mittels Schweißverfahren zu einer Baugruppe zusammengefügt wurden. In der Halle produzieren zwei M2 Cusing Multilaser und eine X Line1000R von Concept Laser 3D-Bauteile im Lasercusing-Verfahren.

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Gerd Weber, Standortleiter in Varel: „Bis Mitte 2016 kommt noch eine X line 2000R hinzu, welche mit 800 x 400 x 500 mm3 über den momentan weltweit größten Bauraum im Bereich des pulverbett-basierten Laserschmelzens verfügt und mit 2 x 1000-W-Lasern ausgestattet ist.“

Kooperation mit Concept Laser

Für die Luftfahrtindustrie sind die additiven Fertigungsverfahren zugleich Chance und Herausforderung. Denn mit einer additiven Fertigungstechnologie entstehen völlig neue Bauteile und auch neue Zulieferketten. Premium Aerotec steht dabei im Mittelpunkt eines umfassenden Netzwerkes von unterschiedlichen Unternehmen. Um gemeinsam eine erfolgreiche Zukunft zu gestalten, wurde die Zusammenarbeit mit bestimmten Partnern intensiviert.

Eine Delegation von Premium Aerotec unterzeichnete am 20. Januar 2016 einen Kooperationsvertrag mit Concept Laser als Premium-Lieferanten für die Maschinen- und Anlagentechnik. Kernpunkte der Zusammenarbeit sind die weitere Industrialisierung des Laserschmelzprozesses für Luftfahrtanwendungen, die Weiterentwicklung der Anlagen- und Verfahrenstechnik und der QS-Systeme sowie die Qualifizierung neuer Pulverlegierungen.

Dazu Frank Herzog, geschäftsführender Gesellschafter von Concept Laser: „Die Kooperation markiert einen wichtigen Meilenstein für die Industrialisierung des 3D-Metalldrucks im Flugzeugbau und gilt sicher auch als Signal für andere Industrien. Wir werden mit dem Netzwerk gemeinsam die Wertschöpfungskette verbessern.“ Concept Laser arbeite heute schon daran, das Laserschmelzen mit Metallen für die wirtschaftliche Serienfertigung attraktiver zu machen. „Die Umsetzung des Industrie 4.0-Leitgedankens sind elementarer Bestandteil unserer Ende letzten Jahres vorgestellten AM Factory of Tomorrow“, so Herzog. (kj)

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