Medienkupplung Kuppeln ohne zusätzlichen Hub

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Integrierte Medienkupplungen übertragen nahezu verlustfrei Hydrauliköle, Kühlschmierstoff, Wasser, Luft, Gase oder Vakuum. Besonders gut sind für diese Kupplungsaufgaben die AKM (Automatische Kupplungsmechanik)-Systeme geeignet.

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Die patentierte automatisierte Kupplungsmechanik (AKM) verbindet die Kupplungsteile ohne zusätzlichen Hub. Da die Stirnseiten eben sind, genügt ihr der vorhandene Spalt des entkuppelten Zustandes um eine Drehbewegung auszuführen.
Die patentierte automatisierte Kupplungsmechanik (AKM) verbindet die Kupplungsteile ohne zusätzlichen Hub. Da die Stirnseiten eben sind, genügt ihr der vorhandene Spalt des entkuppelten Zustandes um eine Drehbewegung auszuführen.
(Bild: Hydrokomp)

In mechanischen Spannvorrichtungen, zum Beispiel für das spanende Bearbeiten, lassen sich Spannkräfte nur mit aufwändiger Technik exakt einstellen. Daraus resultieren lange Nebenzeiten, z. B. infolge komplexer Handhabungsschritte beim Rüsten. Hydraulische Spannvorrichtungen verkürzen diese meist kostentreibenden Zeiten: Werkstücke werden auf einem separaten Werkstückträger vorbereitet und dieser wird jeweils bei Bedarf zum Bearbeiten eingewechselt. Bei einer als Werkstückträger typischen Palette mit hydraulischen Spannvorrichtungen muss diese während des Wechsels unter Druck bleiben, und im Arbeitsraum der Maschine ist sie wieder mit dem Drucksystem zu verbinden. Erfolgt die Hydrauliköl-Versorgung über übliche Hydraulikleitungen mit einfachen Kupplungen, wirkt dies wiederum verlängernd auf Wechsel- und damit Taktzeiten, verursacht Ölverluste, vor allem aber hemmt es das Automatisieren.

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Integrierte Medienkupplungen vermeiden diese Nachteile und realisieren damit gegenüber den einfachen wichtige Nutzwerte. Zusätzliche Funktionen steigern ihre Wirtschaftlichkeit weiter: Beim Rüsten in der Be- und Entladestation müssen die Palette oder der Werkstückträger fixiert sein. Dafür sind normalerweise Spannelemente erforderlich. Sie entfallen, wenn die Medienkupplung das Fixieren übernimmt.

Die Nutzer von Bearbeitungszentren (BAZ) spannen aus Effizienzgründen oft möglichst viele Werkstücke auf einem Träger. Dazu erhält die Vorrichtung bei horizontaler Werkzeugspindel mehrere senkrechte Bearbeitungsebenen. Zum einfacheren Rüsten lässt sich der Werkstückträger in der Be- und Entladestation dann in die gewünschte Position drehen. Diese Bewegung inklusive Positionieren kann eine Drehdurchführung der Medienkupplung zusätzlich übernehmen.

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