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Auswahlkriterien für die Zahl der Anschlüsse
Moderne BAZ verfügen über Hydraulikaggregate. Sie erzeugen meist Drücke im Bereich von 60 bis 70 bar. Mit Druckübersetzern lassen sie sich entsprechend vervielfachen und für das Spannen nutzen.
Zu beachten ist die Zahl der Anschlüsse. Kriterien sind hierbei die Art der Spannfunktionen an den Werkstücken und die Ventiltechnik.
Üblich ist, die jeweils drei translatorischen und rotatorischen Freiheitsgrade eines Werkstückes mit insgesamt sechs Fixpunkten abzufangen. Die gewünschten Spannfolgen und -kräfte am Werkstück beeinflussen die Auswahl der unterschiedlichen Ventile und der Drücke. So kann für das Vor-spannen ein niedrigerer Druck genügen, und nach dem endgültigen Positionieren ist das Werkstück dann mit einem höheren Druck zu fixieren. Auch während des Bearbeitungsprozesses sind oft unterschiedliche Spannkräfte erforderlich, zum Beispiel hohe beim Grobspanen und niedrigere beim Feinschlichten oder um zu vermeiden, dass das Spannmittel Verformungen am Werkstück verursacht.
Die Zahl der Kupplungsanschlüsse hängt jetzt von der Ventiltechnik ab. Sind die Ventile auf dem Werkstückträger angeordnet, können zwei Anschlüsse genügen. Bessere konstruktive Gestaltungs- und Zugriffsmöglichkeiten bieten fest zwischen Medienkupplung und Druckübersetzer installierte Ventile. Allerdings sind je Ventilkreislauf zwei Anschlüsse erforderlich. Da sie sich aber stationär außerhalb des Arbeitsprozesses befinden, entlastet dies den Werkstückträger und reduziert die Störkonturen. Hinzu können weitere Anschlüsse für Werkstücke mit anderen Spannkräften oder für andere Medien wie Druckluft zum Steuern, Spannen oder zum Ausblasen kommen. Die erforderlichen Kupplungselemente integriert der Konstrukteur in das Kupplungssystem.
Hydrokomp hat Systeme mit mehr als zehn Anschlüssen realisiert. Das Unternehmen produziert Mehrfach-Kupplungssysteme eigener Entwicklung oder nach Kundenzeichnung.
Medienverluste beim Kuppeln und Wartung
Das drucklose Kuppeln unterstützen entsprechende Rückschlagventile. Beim Kuppeln unter Druck ist diese Funktion in die Kupplung integriert. Für deren äußere Dichtung sind harte Materialien erforderlich.
Die Kupplungselemente erzeugen nur sehr geringe Ölverluste. Ihre
Leckraten hängen primär von den Hohlräumen ab, die während des Abkuppelns Öl enthalten – sind also konstruktiv beeinflussbar. Versuche bei Hydrokomp beim Kuppeln unter Druck mit 100 bar und harten Dichtungsmaterialien haben lediglich eine Rate von durchschnittlich pro Hub 0,013 cm³ Hydrauliköl ergeben
Die Systemdichtungen am Kolben der Kupplungsmechanik verschleißen durch Verunreinigungen und Späne. Das Wechseln in konventionellen Kupplungselementen ist aufwändig und teuer – auch wegen des Anlagenstillstands.
Hydrokomp hat ein innovatives Wechselsystem konstruiert und realisiert, das diesen Aufwand drastisch reduziert. Mit einem speziellen Montagewerkzeug tauscht der Servicemitarbeiter eine Dichtung mit einigen Handgriffen und in wenigen Minuten aus. Diese Lösung zum rechtzeitigen Dichtungsaustausch erhöht die Lebensdauer der Kupplungsmechanik und die Verfügbarkeit der Werkzeugmaschine.
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