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Intelligente Kabel-Technologie von Leoni

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Leoni hat eine intelligente Kabeltechnologie entwickelt, die Energie- und Datenströme effizienter, sicherer und verfügbarer machen soll: Leoniq ist dem Hersteller zufolge in der Lage, verschiedene Parameter wie Temperatur oder mechanische Belastung entlang eines beliebigen Kabelsystems zu erfassen und auszuwerten.

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Die Technologie Leoniq ist in der Lage, z.B. Temperatur oder Druck auszuwerten und ermöglicht Rückschlüsse auf den Zustand des Kabelsystems sowie dessen Steuerung.
Die Technologie Leoniq ist in der Lage, z.B. Temperatur oder Druck auszuwerten und ermöglicht Rückschlüsse auf den Zustand des Kabelsystems sowie dessen Steuerung.
(Bild: Leoni)

Leoni hat sich das Ziel gesetzt, intelligente, individualisierte und zukunftsweisende Lösungen anzubieten. Einen entscheidenden Beitrag hierzu leistet die Schlüsseltechnologie Leoniq, die drei Hauptelemente umfasst:

  • Systemsimulation für Energie- und Datenübertragung: Bereits in der frühen Entwicklungsphase setzt Leoniq auf digitale funktionale Simulation von Kabellösungen, um diese bestmöglich für den jeweiligen Anwendungsfall auszulegen.
  • Sensor-integrierte, intelligente Verbindungslösungen: In system-kritischen Anwendungen kann durch sensorische und elektronische Elemente entlang des Kabelsystems eine neuartige Monitoring-Funktion integriert werden. Diese erfasst kontinuierlich verschiedene Parameter wie Temperatur, Dichtigkeit, mechanische Belastung oder GPS-Position.
  • Datenanalytik und Smart Services: Algorithmen in der Cloud analysieren die erfassten Daten, die der Anwender im Rahmen eines Dashboards einsehen kann – bei Bedarf nahezu in Echtzeit. Dieser Prozess ermöglicht eine Reihe von datenbasierten Smart Services wie Frühwarnsysteme, aktive Systemsteuerung oder punktgenaue Handlungsempfehlungen.

Die intelligente Kabeltechnologie soll Energie- und Datenströme effizienter, sicherer und verfügbarer machen. Dazu ist sie in der Lage, verschiedene Parameter wie Temperatur oder mechanische Belastung entlang eines beliebigen Kabelsystems zu erfassen und auszuwerten. So soll die Schlüsseltechnologie Rückschlüsse auf den Zustand des gesamten Kabelsystems sowie dessen Steuerung ermöglichen.

Praxisbeispiel: Laden von Elektroautos

Leoni kann eigenen Angaben zufolge nahezu jedes Kabel mit Intelligenz ausstatten. Ein Beispiel für den Einsatz der Schlüsseltechnologie Leoniq ist die Ladeinfrastruktur für Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Hier kann sie dazu beitragen, Hochleistungs-Ladezyklen zu überwachen und zu optimieren. So kann beispielsweise im Zusammenspiel mit Sensordaten aus der Ladesäule und der Fahrzeugbatterie in Kombination mit der Kabeltemperatur jeder Ladevorgang jederzeit an der maximal möglichen Leistungsgrenze betrieben werden. Im Ergebnis ist das Fahrzeug sicherer und schneller geladen und ein Fehler wird frühzeitig erkannt – zum Nutzen des Anwenders und des Betreibers der Ladestation.

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