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Kleben Hybride Klebeverbindung für Konstruktionsbauteile

| Redakteur: Dorothee Quitter

An der Versuchsanstalt für Stahl, Holz und Steine des KIT wurde eine hybride Klebverbindung für Steck- und Überlappverbindungen entwickelt.

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Schematischer Aufbau einer hybrid gefügten Überlappverbindung zweier Rohre. Die zwei Fügepartner (Metallrohre) werden durch zwei Klebschichten (mit eingebundenem anorganischen Granulat) und Vergussmörtel verbunden.
Schematischer Aufbau einer hybrid gefügten Überlappverbindung zweier Rohre. Die zwei Fügepartner (Metallrohre) werden durch zwei Klebschichten (mit eingebundenem anorganischen Granulat) und Vergussmörtel verbunden.
(Bild: KIT)

Verbindungen zwischen Konstruktionsbauteilen aus Stahl, Leichtmetall oder Kunststoff werden derzeit durch Schweißen, Schrauben und Nieten hergestellt. Diese Fügeverfahren bringen jedoch Nachteile mit sich: Bei Schraub- und Nietverbindungen wird das Bauteil durch Bohrungen geschwächt. Der lokale Energieeintrag beim Schweißen wirkt sich ungünstig auf die Formhaltigkeit, Stabilität und Ermüdungsfestigkeit aus. Mit Klebverbindungen können Bauteile ohne diese Nachteile gefügt werden. Sind, wie z. B. im Bauwesen, aufgrund unvermeidlicher Maßtoleranzen der zu verbindenden Bauteile jedoch Klebspaltdicken im Millimeter- bis Zentimeterbereich erforderlich, sind übliche Klebungen unter der Verwendung organischer Klebstoffe ungeeignet. Neben den hohen Klebstoffkosten bei großen Fügespalten erschweren zudem Umwelteinflüsse und die groben Arbeitsbedingungen auf der Baustelle meist das Kleben. Um diese Hürden zu überwinden, wurde an der Versuchsanstalt für Stahl, Holz und Steine eine hybride Klebverbindung für Steck- und Überlappverbindungen entwickelt. Diese neuartige robuste und kostengünstige Verbindungstechnik zum Kleben von Konstruktionsbauteilen beseitigt die bisherigen Schwachpunkte. Durch die Kombination von anorganischen mit organischen Klebschichten ist die neuartige Klebung wesentlich kostengünstiger und weist gleichzeitig eine höhere Beanspruchbarkeit auf. Sie kann im Bereich der Fügetechnik eingesetzt werden, insbesondere in der Verbindung von Konstruktionsbauteilen, z.B. von Hohlprofilen aus Stahl, Leichtmetallen oder Kunststoff. Anwendungsgebiete sind der Hochbau, Infrastrukturbau, Brückenbau, Kranbau, Turmbau und Windenergieanlagenbau, aber auch der Automobil- und Maschinenbau. (qui)

Hannover Messe 2018: Halle 3, Stand B16

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