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Schrauben Hochleistungsschrauben und -bolzen nachhaltiger herstellen

| Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Henkel optimiert mit dem polymerbasierten Bonderite-L-FM-FL-Prozess die Kaltumformung von Verbindungselementen für die Automobilindustrie.

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Die Bonderite L-FM FL Polymerbeschichtung reduziert die Anzahl der erforderlichen Behandlungsschritte von bis zu zehn auf nur noch einen oder zwei.
Die Bonderite L-FM FL Polymerbeschichtung reduziert die Anzahl der erforderlichen Behandlungsschritte von bis zu zehn auf nur noch einen oder zwei.
(Bild: Henkel)

Bei Stahl mit mittlerem Kohlenstoffgehalt oder legierten Stahlgüten für kaltgeformte Gewindeverbindungselemente mit Festigkeitsklassen wie 8.8., 9.8, 10.9 und 12.9 ist vor der Umformung ein Oberflächenkonversionsprozess erforderlich, um eine dünne, haftende Schicht zu bilden, die den Umformvorgang erleichtert und eine hohe Qualität des Endprodukts sicherstellt. In der Automobilindustrie kommen diese kaltgeformten Schrauben und Bolzen bei einer Vielzahl anspruchsvoller Bauteile zum Einsatz, zum Beispiel in Motor, Antriebsstrang, Achsaufhängung oder Wannen. Konventionelle Prozesse mit Zinkphosphat und reaktiven Seifen sind zwar etabliert in der Vorbehandlung für die Kaltumformung, haben aber eine Reihe von potenziellen Nachteilen, wie beispielsweise hohe Säurezahlen, hohen Energieverbrauch und Phosphatschlamm. Darüber hinaus umfassen diese Verfahren bis zu zehn Einzelschritte, vom anfänglichen Entfetten und Beizen über die Aktivierung und Phosphatierung bis hin zum Schmieren mit reaktiven Seifen sowie häufigen Zwischenspülungen.

Bonderite L-FM FL ist eine nicht reaktive, wasserbasierte Polymerbeschichtung, die einen Oberflächenkonversionsprozess mit hervorragender Umweltbilanz ermöglicht. Da die Beschichtung physikalisch und ohne jede Reaktion auf der Oberfläche haftet, entstehen im nachfolgenden Trocknungsschritt vor der Kaltumformung ausschließlich wässrige Dämpfe. Dank des einstufigen Verfahrens entfallen bei Bonderite L-FM FL sämtliche Spülschritte – in der Folge sinkt der Wasserverbrauch und ebenso der Energieverbrauch bei entsprechend niedrigeren CO₂-Emissionen. Darüber hinaus ist bei der Entphosphatierung der kaltgeformten Schrauben für die abschließende Wärmebehandlung die Polymerschicht einfacher zu entfernen, so dass der Entphosphatierungs-Reiniger in sehr viel niedrigerer Konzentration angewendet werden kann, wodurch der Verbrauch senkt. (qui)

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