Additive Fertigung

GDP Technologie: Große Kunststoffteile mittels additiver Fertigung herstellen

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Im GDP-Verfahren hergestellte Propellerschraube mit einem Durchmesser von 1200 mm.
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Im GDP-Verfahren hergestellte Propellerschraube mit einem Durchmesser von 1200 mm. (Bild: FIT)

Die FIT AG hat eine Fertigungsanlage in Betrieb genommen, die auf Basis einer neuartigenm in Israel entwickelten Technologie funktioniert. Mit der GDP Technologie lassen sich erstmalig sehr große Kunststoffteile mittels additiver Fertigung ökonomisch herstellen.

Beim „Gel Dispensing Printing“ wird aus einem Extruder ein spezielles Gel schichtweise aufgetragen und anschließend mit UV-Licht ausgehärtet. Die Schichtstärke kann dabei zwischen 0,7 mm und 2,1 mm variiert werden.

Ein Vorteil durch die Verwendung von Gel ist ein weitgehend supportloser Aufbau auch bei starken Hinterschnitten. Deckel können sogar bis 20 cm Durchmesser supportfrei aufgebaut werden. Ein weiterer, buchstäblich „großer“ Vorteil liegt darin, dass Kunststoffobjekte im XXL-Format hergestellt werden können. Einteilig sind Bauteile einer Größe von 1,8 m x 1,5 m x 1,2 m möglich. Die Druckgeschwindigkeit ist bis zu 10 mal höher als bei anderen additiven Ablegeverfahren. Die bei FIT eingesetzte Anlage arbeitet mit zwei Druckköpfen, die simultan arbeiten können. Die mit GDP erzeugten Rohlinge lassen sich mit allen klassischen Modellbautechniken in die gewünschte Optik bringen, beispielsweise durch Überfräsen, Schleifen und Beschichten.

Zukünftiges Potential der GDP Technologie

Durch die Verwendung von hochviskosem, UV-aushärtbarem Material bietet sich dieses Verfahren für den Einsatz vielfältiger neuer Materialien an. Damit können weitere Applikationen in neuen Zielmärkten entstehen. Denkbare Anwendungen sind beispielsweise Objekte zur visuellen Kommunikation, Werbeobjekte, Leuchtkörper, Tiefziehformen und Konzeptmodelle, aber auch Möbel und natürlich Kunst- und Designobjekte. Durch die Anbindung der FIT an eine Vielzahl von Forschungsnetzwerken werden hier mittelfristig neue Anwendungsgebiete entstehen.

„Das GDP-Verfahren ergänzt unser Leistungsspektrum ganz hervorragend“, erklärt Carl Fruth, Gründer und Vorstandsvorsitzender der FIT AG. „Nun können wir endlich unsere Kundenwünsche in Richtung großer Bauteile besser erfüllen. Die GDP-Technologie ist eine ideale Erweiterung zu der von uns eingesetzten Frästechnologie. Durch unser vielfältiges Arsenal von Nachbearbeitungstechnologien im Modellbau in Lupburg und München bieten wir unseren Kunden effiziente Lösungen hinsichtlich kurzer Lieferzeit und geringer Kosten. Wir sind stolz, diese Vielzahl von Lösungen kompetent und verantwortlich aus einer Hand anbieten zu können.“ (jup)

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