Gasfedern Gasdruckfedern erobern Spritzguss

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

RPC Wiko erhöht mit FML Gasdruckfedern von FIBRO die Prozesssicherheit im Spritzguss und spart bei der Fertigung kleiner Laschen rund 13.000 € pro Jahr.

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Die Gasdruckfedern von FIBRO sind sehr kompakt. Das Erleichtert die Umrüstung. (Bild: Fibro)
Die Gasdruckfedern von FIBRO sind sehr kompakt. Das Erleichtert die Umrüstung. (Bild: Fibro)

Werkzeug- und Formenbauer setzen auf Bewährtes. So werden bis heute in der Regel Schraubendruckfedern, Luftdruck- oder Hydraulikzylinder, Schrägzugsäulen oder Klinkenzüge eingesetzt, wenn zusätzlich zur Werkzeugöffnung weitere Hubbewegungen erforderlich sind. Der Verpackungsspezialist RPC Wiko in Pulheim geht einen anderen Weg. Seit eineinhalb Jahren nutzen die Spezialis-ten für komplexe Kunststoffteile FML Gasdruckfedern des Normalienspezialisten Fibro. Das Ergebnis überzeugt: Die Prozesssicherheit in der laufenden Fertigung ist deutlich gestiegen, ungeplante Stillstandzeiten wurden reduziert und die Kosten für Werkzeugreparaturen sind gesunken.

„Mit der Umstellung auf die FML Gasdruckfedern von Fibro ist die Fehlerquote deutlich gesunken“, bestätigt Frank Pesch, der bei RPC Wiko für Engineering und Tooling verantwortlich ist. Immer wieder war es in der Vergangenheit dazu gekommen, dass Kunststoff-Laschen doppelt eingespritzt wurden und Werkzeuge erst wieder instand gesetzt werden mussten. Rund sechs Mal pro Jahr trat der Fehler auf. Seit der Umrüstung auf FML Gasdruckfedern läuft die Fertigung nun komplett fehlerfrei. RPC Wiko taxiert die dadurch realisierte Kosteneinsparung auf rund 13.000 € pro Jahr. Kein Wunder also, dass das Unternehmen mittlerweile bereits sieben Werkzeuge auf das innovative Federsystem von Fibro umgerüstet hat. Dabei verfolgt der Verpackungsspezialist zwei Ziele: Zum einen sollen die Werkzeuge im laufenden Fertigungsprozess geschont und Schäden an den Werkzeugen verhindert werden. Zum anderen sollen ungeplante Maschinenausfälle vermieden und der Ausschuss reduziert werden.

Speziell für den Formenbau entwickelte Gasdruckfedern

FML Gasdruckfedern wurden speziell für den Formenbau entwickelt. Sie verfügen bei kompakten Abmessungen über hohe Kräfte und können dau-erhaft Temperaturen von 120° C ausgesetzt werden. Mit einer geprüften Lebensdauer von mindestens einer Million Hüben sorgen sie in Spritz-gusswerkzeugen dauerhaft für Prozesssicherheit. Gemäß PED-Richtlinie sind die Federn für zwei Millionen Hübe zugelassen. Eingesetzt werden können sie überall, wo direkt mit der Werkzeugöffnung in der Trennebene eine weitere Zwischenplatte oder ein Schieber bewegt werden sollen.

Gegenüber konventionellen Schraubendruckfedern sind die FML Gasdruckfedern klar im Vorteil. „Schraubendruckfedern haben eine hohe Schließkraft und sorgen daher für einen schnellen und hohen Druckanstieg. Dadurch wird das Werkzeug bei jeder Öffnung unnötig belastet“, erläutert Uwe Hoppstein, stellvertretender Leiter Werkzeuginstandhaltung bei RPC Wiko. „Zudem ermüden sie unterschiedlich und es lässt sich nicht beeinflussen, in welche Richtung sich die Feder seitlich bewegt.“ Verschleißmarken an den Seitenflächen seien daher an der Tagesordnung. Hingegen haben die Gasdruckfedern von Fibro eine geringe Schließkraft, die sich individuell anpassen lässt. Auf diese Weise ist es möglich, die Werkzeugsicherung wesentlich feiner einzustellen.

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