Getriebe

Fünf Neuheiten rund um das Getriebe

| Redakteur: Lilli Bähr

Für Anwendungen, die ein hohes Drehmoment erfordern, hat Nanotec jetzt High-Torque-Planetengetriebe. Beide Getriebeserien werden in ein- und zweistufigen Varianten angeboten.
Für Anwendungen, die ein hohes Drehmoment erfordern, hat Nanotec jetzt High-Torque-Planetengetriebe. Beide Getriebeserien werden in ein- und zweistufigen Varianten angeboten. (Bild: Nanotec)

Wir stellen Ihnen fünf Neuheiten rund um das Getriebe vor – vom High-Torque-Planetengetriebe für hohe Drehmomente über smarte Getriebe mit integriertem Sensormodul bis hin zu Exzentergetrieben mit Klauenkupplung.

1. High-Torque-Planetengetriebe für hohe Drehmomente

Für Anwendungen, die ein hohes Drehmoment erfordern, hat Nanotec jetzt High-Torque-Planetengetriebe in zwei Größen und vielen Untersetzungen im Programm: Das Getriebe GP42 ist für Motoren mit Nema 17-Flansch sowie die Außenläufermotoren DF45 von Nanotec konzipiert. Das GP56-Getriebe kann mit allen bürstenlosen DC- und Schrittmotoren in Baugröße Nema 23 und 24 (56/60 mm) kombiniert werden. Zur Steigerung von Effizienz und Lebensdauer bei erhöhten Axial- und Radiallasten ist das GP56 auch mit verstärkter Abtriebslagerung sowie nadelgelagerten Planeten lieferbar. Beide Getriebeserien werden in ein- und zweistufigen Varianten angeboten.

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2. Spielarme Getriebe für Baureihe ECI

Die Antriebe der Baureihe ECI von EBM-Papst können ab sofort werksseitig mit spielarmen Planetengetrieben kombiniert werden. Durch Einsatzhärtung soll eine geringere Abnutzung erzielt werden, was die Lebensdauer erhöht. Damit wird ein genaueres Positionieren möglich, was z. B. in Applikationen der Intralogistik wichtig ist.

Die Getriebe sind laut Unternehmen für alle Einbaulagen geeignet, der Anschluss an den Motor kann einfach durch einen Wechselflansch erfolgen. Durch einen Viton-Wellendichtring kann laut Hersteller die Schutzklasse IP64 gewährleistet werden. Die spielarmen Getriebe für diese Baureihe sind als ein-, zwei- oder dreistufige Ausführung verfügbar.

3. Integriertes Sensormodul für Industrie-4.0-Konnektivität

Die Wittenstein Alpha GmbH bringt als erster Komponentenhersteller serienmäßig smarte Getriebe auf den Markt – Getriebe mit „cynapse“. Sie verfügen über ein integriertes Sensormodul, das Industrie 4.0-Konnektivität ermöglichen soll.

Ab der Markteinführung ist die Innovation für die Getriebe der Alpha-Premium-Line erhältlich, bevor dann die schrittweise Ausweitung auf alle Baureihen des Unternehmens erfolgt. Äußerlich unterscheiden sich die neuen Getriebe weder in Bauform, Größe oder Kontur zu den bestehenden Baureihen, so dass bereits konstruierte Antriebslösungen bestehen bleiben können. Den Unterschied macht ein in das smarte Getriebe integriertes Sensormodul.

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Das integrierte Sensormodul ermöglicht es, Einflussgrößen aus dem Prozess sowie dem Einsatzumfeld, die im Betrieb auf das Getriebe einwirken, zu identifizieren, zu messen und per IO-Link auszugeben. Damit bieten die smarten Getriebe die Möglichkeit, Parameter wie die Temperatur, das Vibrationsverhalten, die Betriebsstunden oder die Einbaulage zu erfassen und über die standardisierte Konnektivität der IO-Link-Schnittstelle und eines IO-Link-Masters bis in die Cloudebene zu kommunizieren. Dort und im direkten Umfeld der Maschine können diese Informationen z.B. in Applikationen des Condition Monitoring oder der Predictive Maintenance genutzt werden, um die Verfügbarkeit und Produktivität von Prozessen und Anlagen zu verbessern. Daten fließen sowohl an die eigene Maschineninfrastruktur als auch an alle gängigen IIoT-Plattformen.

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4. Hochpräzisions-Getriebeserie für die Robotik und Automatisierung

Die Melior Motion GmbH hat Ende letzten Jahres neue Produktionsanlagen für die Herstellung und Montage seiner neuen PSC-Hochpräzisions-Getriebeserie eröffnete, die speziell für anspruchsvolle Anwendungen in der Robotik- und Automatisierungsbranche benötigt werden. Die PSC-Produktpalette umfasst ein Planetengetriebe mit hochbelastbaren, integrierten Lagern sowie ein System zur Reduzierung des Verdrehspiels. Das Produkt kombiniert laut Unternehmen hohe Präzision (engl. Precision) mit nahezu geräuschlosem Betrieb (engl. Silent) und einem geringen Verdrehspiel, das über die Lebensdauer konstant (engl. Constant) bleiben soll. Die neuen Produktionsanlagen schließen Fertigungsprozesse in klimatisierten Räumen ein, um eine gleichbleibende Qualität in der erforderlichen Toleranzklasse sicherzustellen.

5. Exzentergetriebe mit Klauenkupplungen

Die Binnen Konstruktionen GbR bietet neue Zykloidengetriebe, die zykloide Drehbewegungen der Zahnräder mittels Klauenkupplungen mit parallel zueinander versetzten Achsen, in zentrische Umdrehungen umwanden.

Durch den einfachen Aufbau, mit mehreren gleichen Teilen, erreicht das Getriebe laut Unternehmen eine hohe Steifigkeit. Mit ihm können große Drehmomente bei großen Untersetzungen und einem hohen Wirkungsgrad übertragen werden.

Es besteht aus einem robusten Gehäuse, in welchem sich eine Büchse mit Innenverzahnungen befindet, die in ihrer Mitte mit dem Gehäuse fest verbunden ist. Der Außendurchmesser der Büchse ist im Bereich der Innenverzahnungen im Zehntel Millimeterbereich kleiner als der Innendurchmesser des Gehäuses, so dass sich ein minimaler Spalt ergibt. In diesem Bereich wird die Büchse im Gehäuse eingeklebt.

Anwendertreff Industriegetriebe Das Getriebe ist als mechanische Komponente elementarer Bestandteil im Antriebsstrang. Wie man das richtige Getriebe auswählt und wie die Integration fehlerfrei funktioniert, zeigt unser Anwendertreff Industriegetriebe.
Mehr Informationen: Anwendertreff Industriegetriebe

Der Rotor besteht aus zwei gleichen Flanschen, welche je vier Verbindungsstege aufweisen, deren Enden miteinander verbunden sind. Er ist im Gehäuse mittels Schrägkugellagern spielfrei gelagert, wobei die Exzenterwelle oder Exzenterhohlwelle in den beiden Flanschen mittels Wälzlager gelagert ist.

Die beiden Zykloidenzahnräder sind mit Rollenlagern auf je einem Exzenter gelagert, wobei die Exzentrizität der Exzenter um das Spaltmaß, das zwischen der Büchse und dem Gehäuse festgelegt wurde, vergrößert wird. Die Zykloidenzahnräder sind mittels Klauenkupplungen, mit parallel zueinander versetzten Achsen, mit den Flanschen des Rotors verbunden. Dadurch werden die zykloiden Drehbewegungen der Zahnräder in eine zentrische Drehbewegung umgewandelt. Die nutartigen Durchbrüche der Kupplungsscheiben sind mit Platten aus gleitbaren Werkstoffen bestückt, so dass die Kupplungsklauen in Drehrichtung mit minimalem Übermaß einrasten, in radialer Richtung jedoch auf- und abgleiten können

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