Symposium „Urbane Mobilität der Zukunft“

Forscher präsentieren innovatives Elektrofahrzeug-Konzept

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Methanol-Brennstoffzelle erhöht Reichweite

Um die rein elektrische Reichweite von 80 Kilometer auf über 200 auszuweiten, kommt eine Methanol-Brennstoffzelle als Reichweitenverlängerer zum Einsatz. Bei einer längeren Strecke kann der sogenannte Range Extender zugeschaltet werden. Dieser kann die Batterie mit zusätzlich 5 kW Leistung speisen. Durch die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien und Methanol aus Biomasse fallen die Emissionen insgesamt sehr gering aus. Ein Vorteil der Brennstoffzelle auf Methanolbasis ist, dass sich der Ausbau der Infrastruktur leichter darstellt im Vergleich zur Wasserstoff-Technologie. Lagerungs- und Transportmöglichkeiten sind ähnlich wie bei Benzin/Diesel. So kann die vorhandene Infrastruktur durch eine geringfügige Anpassung verwendet werden. Allerdings ist Methanol momentan noch nicht im Großmaßstab verfügbar. Durch hohe Investitionen ist das Konzept im Jahr 2015 noch nicht konkurrenzfähig, was sich bis 2030 aber ändern könnte.

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Neben dem Elektromotor wurden für das REM 2030-Fahrzeugkonzept auch andere Bauteile wie etwa eine Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterie mit einer Nettokapazität von 11,8 kWh, eine Leistungselektronik-Einheit mit zugehöriger Peripherie um eine DC/DC-Wandlung, ein Thermomodul zur Deckung des Heiz- und Kühlbedarfs der Batterie und des Fahrzeuginnenraums und ein Tank für das Methanol-Wassergemisch entwickelt.

Entwickelte Technologien in Demonstratorfahrzeug verbaut

Neben der Konzeption und Herstellung innovativer Einzelkomponenten, die teilweise zusammen mit externen Industriepartnern erfolgte, bestand ein weiteres zentrales Projektvorhaben in deren Integration in eine Kleinfahrzeugplattform. Motor, Getriebe und Leistungselektronik wurden in einem Antriebsrahmen zusammengefasst, so dass die Komponenten in Modulbauweise einfach in vorhandene Karosserien eingebaut werden können. Momentan befinden sich noch einige Komponenten in der Fertigung oder auf dem Prüfstand. Ziel ist es, dass das Fahrzeug Ende 2015 mit allen entwickelten Fahrzeugtechnologien ausgestattet ist, damit diese auch den Praxistest bestehen.

Einen genauen Überblick und weitere Informationen über die Hardware-Komponenten zeigt folgender Übersichtsartikel:

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